Rücksprung der Kehlbalken

  • Hallo liebes Forum,


    ich hätte da mal eine Frage zur Eingabe der Kehlbalkenlage. Warum ist es nicht möglich diese mit einem Abstand zur UK-Lage 0 einzugeben?
    Bei der Eingabe von Zangen ist dies ja auch möglich, allerdings dann mit Abstand zur OK-Lage 0.


    Z.Z. schneide ich die Kehlbalken alle "von Hand" im Dachtragwerk oder im DICAM zurück, damit ich auf der Baustelle keine Zwangspunkte habe.

  • Ja, schon klar :grinning_squinting_face:
    Es ist aber üblich die, nennen wir sie mal Holzbalkendecke über OG, unter die Mittelpfetten zu hängen. [Bei einem Pfettendach]
    Hier müsste es doch eine Möglichkeit geben einen Abstand einzugeben.

  • Die Kehlbalken an eine Lage schneiden ... davon halte ich überhauptnichts ... wenn dann bis Sparren. Die Lage könnte ja mal anders sein wie der Sparren.


    Ich mache die Kehlbalken immer genau bis gegen Sparren und das hat immer super gepasst.

  • Ja, bis gegen den Sparren wäre das was ich gemeint habe.
    Bei KVH-BSH passt es auch bei mir immer super. Das Problem taucht aber auf wenn ich einen Dachstuhl in Bauholz -nicht getrocknet, sägerau- abbinde. Hier bekomme ich durch Querschnittstolleranzen, Verdrehungen usw. ab und an mal ungenaue Bearbeitungen an den Sparrenklauen. Da ist der besagte Zentimeter Luft zwischen Sparren und Kehlbalken schon Sinnvoll. :wink:

  • Aber eigentlich hast Du recht ... der Kehlbalken sollte man genauso verkürzt eingeben können wie eine Zange ... um z.b. die Innere Folie (Dachausbau)zwischen Sparren und Kehlbalken bis an die Mittelpfette führen zu können.

  • Zitat von eike_boe

    Das mit dem Bauholz hat den Hintergrund, dass ich hier ein kleines Sägewerk im Betrieb habe und das Holz selbst produzieren kann.


    Ich kenne da eine Zimmerei ... die dem Kunden nasses Bauholz geliefert hatte.
    Der Zimmermann könnte nachher seinen Dachstuhl wieder abbauen und mit nach Hause nehmen.


    Gibt's denn sowas 8O ist doch ganz klar beschrieben was eingebaut werden darf.

  • Zitat von Bons

    Ich kenne da eine Zimmerei ... die dem Kunden nasses Bauholz geliefert hatte.
    Der Zimmermann könnte nachher seinen Dachstuhl wieder abbauen und mit nach Hause nehmen

    Das ganze funktioniert natürlich nur in Absprache mit dem Bauherren und wird von uns auch überwiegend bei Landwirtschaftlichen Gebäuden angewandt. Von der Qualität eines im Stück gewachsenen Holzes gegenüber Keilgezinkter-Endlosware bin ich allerdings dennoch überzeugt. Aber wie gesagt, anderes Thema :winking_face:

  • Na dann ... selbst die Absprache bezweifele ich ... denn der Kunde kann vor Gericht sagen ... bin leihe ich nichts wissen ... dann steht man wieder da ... und vielleicht gibt's einen vergleich ... dann ist man wieder dabei ...


    Aber egal ... jeder wie er will ... mit den Kehlbalken habe ich ja oben schon beschrieben

  • Achso ... bei dem oben beschriebenen Fall ... glaube ich ... war es nicht der Bauherr ... sondern der Architekt oder Statiker ... darum konnte der Zimmermann sein Dach wieder mitnehmen.


    Schadet aber auch nichts :+:

  • Also ich muss sagen, dass ich generell IMMER Kehlgebälk um 2 cm von Sparren zurückschneiden. Erstens: ich hab ein Fall gehabt, dass ich das vergessen habe und die Kehlbalken wurden direkt mit UK-Sparren abgebunden. Beim Aufschlagen habe ich alles um die Welt verflucht. Die Sparren standen alle an diesen blöden Balken an und man hat die selbst mit purer Gewalt nicht sauber in die Kerve rein bekommen. Der zweite Punkt warum ich immer zurückschneide, wie hier schon erwähnt wurde, wegen des Innenausbaus. Die Dampfbremsfolie wird schön an die Pfette angeschlossen ohne jedes einzelnen Holz auszuschneiden und abzukleben müssen.
    Das sind 2 wichtige Gründe für mich.



    P.S. selbst bei KVH mach ich die 2 cm :wink: