Beiträge von Der_Planer

    Hi Thorvald,


    I created 3 small building positions, to show you some roof calculations.
    In pos 1 you find a rectangular building with 2 angeled edges. I made them bigger than required, the shortest length of the lines should be 2 cm. With longer lines it is easier to explain and see how it works.
    Pos 1 works with the very normal roof calculation, which you probably use daily.


    In pos 2, I made two roofs. I created some lines in dicam in order to have click points for roof calculation.


    In pos 3 you find the same as in pos 2, only without roofs. This is for your exercise. Try to make the same roofs as I did.



    The roofs in pos 2 are all made with funktion 2-03, the inclined roofs and the warped roofs.
    To create the inclined roof, I turned the model to a non orthogonal view, in which I can find every 3d point (with no other point behind or too close to it). By clicking the points, the roof outlines will be drawn point by point.


    At the back side, I created the same roof shape as at the front side, and moved 2 edge points to the original building edges (function 4-5-1). You can see, that the ground shape of the roof was not changed by this function, and after a recalculation, maybe the changes will be lost.
    Please, try out to make the same changes with another function (2-01-4). The result will look the same, but it is no longer a temporary change.


    To make the warped roof, I used the same dicam lines and click points, but on the bottom, I used the building edges at level ±0,00.
    Click 4 points to create the warped outlines, and look at the status line, which explains the next step to do. After 1-3 tries, you will find out, how it works.
    In my position, the front and the back roof have the same outlines, but if you put a rafter into both roofs, they will have different directions. The front one is defined to be parallel to the building, and the back rafter is rectangular to the ridge.


    Please take as much time as you need, to learn roof calculation. If it lasts an hour or two, it's worth it.

    Everything is possible in Dietrich's.
    If you need an angeled roof on a parallel building, you can work with short (2 cm) angeled lines, which define angle and pitch of the roof.

    Die Teilzeichnung besteht eigentlich nur aus einem Rahmen mit ein paar Textzeilen, und ist nicht besonders ausgereift.
    Schön wäre, wenn man das mit Kennwörtern gestalten könnte, die die Werte direkt aus der Wand abgreifen, so dass man im Regelfall nicht mehr manuell eingreifen muss.


    Womöglich geht sowas schon als Kombielement? Ein Thema, in das ich leider noch keinen Einstieg gefunden habe...


    Bei manchen Projekten ist mir die Pflege der Textblöcke zu aufwendig, dann vermaße und beschrifte ich die Lagen im Wandschnitt. Diese Variante wird in der Montage sogar besser akzeptiert als ein Extra-Fenster, weil man die Zuordnung gleich vor Augen hat.

    Genau so ist es, Bruno.
    Vor allem dann, wenn keine der beiden Richtungen orthogonal verläuft. In so einem Fall muss man vorher zwei Richtungen messen, eine erweiterete Zwischenablage für beide Werte verwenden, die Zahlen addieren oder subtrahieren, eine Gruppe von Zeichnungselementen markieren und drehen, die selbe Gruppe nochmal markieren und schieben.


    Mit Tra-Rot (oder Ausrichten) wäre die Aktion mit wenigen Klicks erledigt, dazu noch frei von Rechen- oder Handhabungsfehlern.


    Der Wunsch ist mächtig...

    Auf der Wunschliste sollte schon seit längerer Zeit stehen, dass der Tra-Rot-Befehl, so wie er in Dicam vorhanden ist, auch im Planprogramm Einzug hält.


    Den würde ich in Plancad ziemlich oft gebrauchen.
    Natürlich geht es auch mit Winkelmessen und Drehen, ist aber umständlich.

    Es gibt in Dicam verschiedene Importfunktionen für dxf, einmal als Linien, und einmal als Volumen. Hast Du beide Schnittstellen?


    Falls das beides Probleme bereitet, importiere ich 3d-dwg gerne in Sketchup, exportiere von dort 3d-Linien, die sich manchmal besser importieren lassen als das Original.


    Manchmal verwende ich auch einen dwg-Konverter, um Daten in eine andere Version zu wandeln, und meistens habe ich damit Erfolg.

    Ich hab vor einigen Jahren einiges damit ausprobiert, aber das ist nicht die Art von Bildern, mit denen ich arbeite. Deshalb hab ich diese Apps nicht mehr, und deren Namen habe ich vergessen. Die können aber durchaus schneller und einfacher für Effekte sein als ausgewachsene Bildbearbeitungsprogramme.


    Im Zweifel besorg Dir ein paar Buntstifte, Textmarker oder Malkreide, und koloriere eine Sketchup-Zeichnung, die die Linienführung modellgetreu vorgibt. Das erhöht die Authentizität der Darstellung.

    Überleg Dir gut, ob Du das wirklich willst!
    Bei einfachen Konstruktionen mag das eventuell sinnvoll sein.
    Ich hatte eine komplizierte Konstruktion übernommen, die hätte ich letztlich schneller neu eingegeben als den Aufwand der Kontrolle, Reparaturen und Anpassungen zu betreiben. Ich bin nicht davon überzeugt, dass es immer sinnvoll ist.


    Im Detail:
    Ich hatte eine angefangene (nicht ausgereifte) Planung eines Fachwerkhauses übernommen, das mit cadwork eingegeben wurde. Export über SAT und IFC.
    Was auf dem Bildschirm erschien, sah aus wie ein Fachwerkhaus, und es schien brauchbar.
    Aber der Teufel steckt im Detail.
    - alle Bauteile hatten einheitliches Material, obwohl mit verschiedenen Materialien gearbeitet wurde.
    - die Gebäude-MOS war unbrauchbar. Es gab zwar Zuordnungen, aber die entsprachen keiner Bau-Logik, sondern nur einer zählbaren Reihenfolge.
    - Stahlprofile waren nur Recheck-Stäbe
    - Bohrungen waren nicht vorhanden
    - Balken hatten den Anfang mal an vorderen, mal am hinteren Ende
    - die Ausrichtung der Querschnitte wechselte zwischen hochkant und flach. Geometrisch richtig dargestellt, aber keiner Logik folgend.
    - Bei kurzen Balkenstichen zeigte sogar die Länge in eine falsche Richtung
    - Kerven waren meist nur Hart-/Weich-Verschneidungen, Markierungen fehlten sowieso.
    - Das selbe Spiel bei allen Fachwerkhölzern: falsche MOS, falsche Ausrichtung der Stabkoordinaten
    - Beplankungen waren der selben Ebene zugeordnet wie die Stäbe
    - Sparren, Grate, Kehlen gehörten zu keiner Dachfläche, ebenfalls Koordinatendurcheinander bei der Ausrichtung.


    Das waren nur die Punkte, die mir gerade einfielen. In Wirklichkeit kamen nochmal so viele zusammen, um das Bauwerk halbwegs im Sinne einer ordentlichen Struktur bearbeitungsfähig zu machen.


    Ich wünsche Dir sehr, dass Du diese Probleme nicht hast.




    Wenn ich das selbe Bauwerk heute noch einmal übernehmen müsste, würde ich NUR eine reine 3D-Liniengeometrie verwenden, an der ich Wände, Decken und Dach ausrichten kann. Durch die völlige Neueingabe der Gebäudeelemente und aller Stäbe ist eine stabile Bearbeitbarkeit gewährleistet, die auch bei Änderungen das macht, was ich gewohnt bin, und die nicht ständig neue Überraschungen bereithält.


    Dieser Beitrag soll keine Empfehlung für oder gegen eine Datenübernahme sein, sondern nur ein Erfahrungsbericht, wohin sowas führen kann.
    Möglicherweise hast Du mehr Glück.

    Beim V-Schnitt laufen die Schnittkanten immer innen zusammen. Wenn sie außen zusammenlaufen sollen, mach 2 Einzelschnitte.


    Ich verstehe das Problem noch nicht so ganz, auch aus der Perspektive werd ich noch nicht schlau.
    Warum passt Du nicht einfach vor dem Erzeugen der Platte die Lagenkontur an? Dann wird die Platte gar nicht erst so groß erzeugt.
    Falls das Anpassen der Lagenkontur zu aufwendig ist: In der Wandkonstruktion gibt es eine Funktion zum Ausstanzen beliebiger Polygone aus einer Platte. Funktioniert schnell und einfach.

    Dankeschön für euer Interesse! :smiling_face:


    Je nach Maßstab sind auf der Deutschlandkarte noch kleine Lücken zwischen meinen Fähnchen. (o)


    Ich zeige hin und wieder ein Bonbon-Projekt, aber dawzischen habe ich auch die ganz normalen Alltagsbaustellen, die jeder kennt, und die mich vor dem Abheben bewahren.
    Mein Traum wäre ein Aufmaß und Bestandsmodell der Chinesischen Mauer, wobei ich darüber nachdenken würde, das mit einer Handvoll Kollegen gemeinsam zu machen. Ich tu mich im Moment noch etwas schwer, die Ausschreibungen zu lesen.


    Nochmal zur Kuppel: Die sieht aus den gezeigten Perspektiven niedlich überschaubar aus. Wenn man aber die 44 Höhenmeter Treppenweg bis zur Traufe hinter sich hat, und einen der gebogenen HEA-400 berührungsnah vor sich hat, dann bekommt man einen ganz schönen Respekt vor dieser Aufgabe. Ein Aufmaß mit dem Builder ist dort nicht möglich. Für den Holzbau sind ja nur die oberen Flansche der Träger und deren Anschlussbohrungen interessant. Man findet aber keinen Standort, von dem aus man das mit einem Tachymeter aufnehmen kann. Stattdessen kämpft man sich durch eine Unmenge von Stahlbau- und Architektenplänen.


    Dennoch habe ich immer gerne einen Hinweis auf die Genauigkeit der Konstruktion. Daher habe ich ein paar stichpunktartige Maße am Fußpunkt eines Trägers genommen, und bis etwa 3 Meter Höhe die Bohrlochabstände nachgemessen. Alles sehr exakt gebaut. Vor Ort wurde nach dem Richten der Stahlkonstruktion ein Kontroll-Aufmaß mittels Laserscanner erstellt. Die Abstände der Punkte in dieser Messwolke betragen nur wenige Millimeter. Aus dieser Wolke wurden Scheiben ausgeschnitten, die anhand definierter Kontrollpunkte in verschiedene Schnitte und Grundrisse eingefügt wurden. Anhand dieser Punkte lässt sich eindrucksvoll nachvollziehen, wie genau der Stahlbauer hier gearbeitet hat. Die Abweichungen waren so gering, dass ich tatsächlich die Stahlbau-Werkplanung als Grundlage verwenden konnte. Geringe einzelne Verschiebungen bis max. 2 cm habe ich gesehen, und die können an so einer Konstruktion ohne Weiteres an der Baustelle verdrückt werden. Ob ein Pfettenstoß nun exakt mittig über einem 30 cm breiten Träger liegt, oder an einzelnen Trägern bis zu 2 cm daneben sitzt, das ist hier bedeutungslos.


    Zum Konstruieren einer solchen Kuppel braucht man einen ausgeprägten Sinn für räumliche Geometrie. Unser Programm kann bislang nicht mit Ellipsenbögen arbeiten, und kann diese auch nicht abstandsgetreu kopieren bzw. vesetzen. Maß aller Dinge war hier die Oberkante der doppelten Schalung. Diese bildet an der breitesten Stelle einen genauen Kreisbogen. Alle anderen Bögen sind im Grundriss kürzer, haben jedoch die selben Trauf- und Firsthöhen, so dass man mit ellipsenförmigen Vergatterungen arbeiten muss. Diese müssen dann um doppelte Schalungsstärke kopiert werden, um die Oberkante der Pfetten zu bestimmen.
    Diese Linien braucht man unter jeder Trägerachse und auch mittig in jedem Feld, damit man die jeweils verschiedenen Radien für die Einzelpfetten ermitteln kann. Streng genommen müsste jede Pfette einen ellipsenförmigen Bogen erhalten, auch das habe ich geprüft. Auf der vorgegebenen Segmentlänge ist jedoch der Unterschied zwischen Kreis- und Ellipsenbogen so klein, dass er an der Stelle der größten Abweichung noch deutlich unterhalb 1 mm liegt. Das ist jenseits der Zuschnitt- und Montagetoleranzen, daher bin ich bei Kreisbögen geblieben.


    Konvex-Bögen konnte ich nicht mit unserem Programm an die Maschine übergeben. Einen Pfettenplan musste ich ohnehin zeichnen, so dass ich daraus manuell die Maße der Bögen abgegriffen habe, um sie händisch ins EKP einzutippen. Bei der nächsten elliptischen Kuppel wünsche ich mir hier bitte etwas mehr Komfort. :wink:


    Insgesamt war das eine herausfordende Aufgabe, die mir viel abverlangt, aber auch viel Freude bereitet hat, und die den Alltag zu einem Erlebnis macht. Auch schön zu sehen, dass die Montageleute aus Ingelheim zufrieden waren. Die Anrufe von der Baustelle kann ich an einer Hand abzählen, da ging es hauptsächlich um kleinere Verständnisfragen, und an keiner Stelle um gravierende Probleme.
    Zum Abschluss der Außenmontage hat die stolze Truppe der Zimmerei Felix Harth das Firmenschild in die Webcam gehalten, die ganz regelmäßig und sehr pünktlich zu jeder Viertelstunde ein hochauflösendes zoombares Bild von der Westfassade aufnimmt.


    Ich bin bereit für das nächste anspruchsvolle Projekt.

    Das Thema "Kuppel" ist es wert, nochmal nach oben geholt zu werden.
    Im Herzen Berlins entsteht zur Zeit die Rekonstruktion des historischen Schlosses (Humboldt-Forum), dort wo nach seinem Abriss einige Jahrzehnte der Palast der Republik stand. Das für den Holzbau interessanteste Bauteil daran ist die große Kuppel über der Westfassade. Sie ist im Grundriss elliptisch mit ca 23 x 21,5 Metern bei einer Höhe von etwa 11 Metern. Die Firsthöhe beträgt 55 Meter über Grund.


    Im Scheitel läuft die Kuppel in einer exakten Kreisform mit etwa 5 Metern Durchmesser aus. Dieser Bereich ist derzeit mit einem Flachdach abgedeckt, dort kommt später eine reich verzierte Kuppel-Laterne nach historischem Vorbild drauf. Die Abdeckung der Kuppel wird mit Kupfer nach historischem Vorbild ausgeführt.


    Die tragende Konstruktion besteht aus 24 gebogenen Stahlträgern, die bereits im Juni 2015 gerichtet wurden. Der Holzbau setzt auf diese Träger auf. Die Pfettenlängen verkürzen sich von Traufe bis First von 3 Meter auf etwas weniger als 1 Meter. Aufgrund der Ellipsenform muss ein kompletter Quadrant formgetreu konstruiert werden, danach kann man diesen Bereich spiegeln. Es gibt an diesem Bau 133 verschiedene Pfettenformen, die sich in Länge, Querschnitt und Krümmungsradius unterscheiden.
    Die Ausarbeitung der Anschlusswinkel zwischen Holz und den bereits vorgebohrten Trägerflanschen war reine Fleißarbeit.


    Die Kuppelschalung war nochmal eine eigene Herausforderung. Sie sollte als zweilagige 3-Feld-Schalung kreuzweise (je 60° nach links bzw. rechts) ausgeführt werden. Eine Grundierung und ein Brandschutzanstrich sollte vorher aufgebracht werden, daher war eine nahezu brettgenaue Vorplanung mit konisch geschnittener Schalung notwendig. Die traufseitigen Schrägschnitte wurden ebenfalls vorgefertigt, so dass vor Ort nur ein verschnittarmer Abschnitt am oberen Rand der Bretter notwendig war.


    Die gesamte Bauzeit wird von mehreren Web-Cams begleitet, und das Stöbern in deren Archiven gibt eindrucksvolle Einblicke in die einzelnen Bauphasen. Die Kuppel sieht man am besten von der Kamera auf der Westseite.

    Doch, man kann Dachflächen verschiedene Ausführungen zuweisen. Lege Dir eine Ausführung "Bestand" an, dann bekommst Du dafür ein separates Aufmaß.


    Ich mache es aber meistens anders, so dass ich im Bestandsmodell gar keine Dachflächen, Decken, Wände usw. habe, sondern ausschließlich Dicam-Hilfsbauteile, die der Freien Konstruktion zugeordnet sind, und weiß gefärbt sind. Mit diesen Eigenschaften kommt der gesamte Bestand nicht ins Aufmaß, in keine Liste und nicht auf die Maschine. Außerdem ist durch die Weißfärbung auch eine schnelle visuelle Zuordnung gegeben.