Manfred,
das mit dem Sonnenlicht beim Messen ist auch beim Builder nicht so toll. Am liebsten ist es mir, wenn es trübe oder schattig ist, denn dann kann man den Laserpunkt ausreichend gut sehen. Mit Rotbrille geht es besser. Mit sichtbarem Punkt zu messen geht schneller als wenn man jedesmal durch die Fadenkreuz-Optik schauen muss. Die nutze ich jedoch grundsätzlich, wenn Passpunkte einzumessen sind.
Stativ: Überleg mal, ob Du mit einem Tachymeterstativ (z.B. von Nedo) besser klar kommst. Das hat auf gewachsenem Gelände auf jeden Fall den Vorteil, dass es unverschieblich fest steht. Ein leichtes Stativ kannst Du nicht mal auf einen Rasen stellen, die Füße bewegen sich auf der Grasnabe, und schon ist jede Genauigkeit dahin.
Dein Messversuch auf 20 Meter sagt kaum etwas aus, nur dass der Laser die richtige Entfernung misst. Das macht jeder Handlaser, den man ausreichend still hält. Viel wichtiger ist, den Messwinkel zu prüfen. Leg Dir auf 20 Meter Entfernung eine Latte hin, die zwei Markierungen mit 1 Meter Abstand hat. Leg die Latte zunächst so, dass du die ganze Breitseite siehst, und versuche, den Meter mit dem Gerät nachzumessen. Stell sie dann aufrecht, um nach dem Horizontalwinkel auch den Vertikalwinkel zu prüfen. Dann noch, was in der Praxis wirklich relevant ist, leg die Latte schräg in den Raum, so dass Du sie mit dem Laser unter 30/45/60° anzielst. Ein Meter muss in jedem Fall ein Meter bleiben. Mit dieser Übung erfährst Du viel über die Zuverlässigkeit verschiedener Messungen.
Ganz klar ist, dass man mit einem Laser keine Eckpunkte messen kann. Auch Punkte auf einer Kante sind meistens schwierig. Deshalb messe überwiegend auf Flächen, und diese auch nur so, dass Du sie nicht spitzer als 45° anzielst.
Mach den selben Versuch auch bei 10 und 30 Meter Zielweite, dann bekommst Du ein Gefühl, was geht, und was nicht.