Beiträge von Der_Planer

    Meine Betrachtung galt nur den beiden Dachflächen, die die Kehle bilden. Ich war davon ausgegangen, dass beide Dächer die selbe Firsthöhe haben. Das sieht im letzten Bild anders aus. Die kleinen Versprünge und Verfallgrate muss man natürlich vermeiden, und alle Dachneigungen, Trauf- und Firsthöhen so wählen, dass die Ausmittlung sauber bleibt.

    Den Verlauf der Kehle zu ändern, geht am einfachsten mit einer Dachneigungsänderung. Du könntest die Traufe des Giebeldaches in Richtung Mauerecke verschieben, und damit die Neigung etwas flacher machen, also eigentlich die Dachfläche um die Firstlinie so weit auseinanderklappen, bis die Kehle in die Mauerecke trifft. Das musst Du nicht ausprobieren, sondern kannst das genau messen. Erzeuge einen Lotpunkt, der die Mauerecke auf die lange Traufe projiziert. Dieser Punkt sitzt genau dort, wo die Kehle hinlaufen soll. Dann messe in Dicam oder im Schrägbild der Dachausmittlung mit "Punkt-Linie" den Abstand zum rechten First. Die Neigung, die Du dann ablesen kannst, ist Deine neue Neigung für das Giebeldach.



    Alternativ kannst Du auch das rechte Dach insgesamt anheben, oder das linke Dach absenken, dann verschiebt sich die Kehle parallel zum bisherigen Verlauf, und Du bekommst unterschiedliche Firsthöhen.


    Alternativ kannst Du auch das lange Dach steiler machen, bei gleicher Firsthöhe, dann wandert die Kehle ebenso wie im Bild gezeigt, nur dass der Anfallspunkt etwas tiefer liegt.


    Was Du ändern darfst, kann man von außen nicht beurteilen, aber Möglichkeiten gibt es genug.

    Anstatt einer Einzelstab-Bearbeitung kann man auch ein Punktsymbol (gibt es schon seit Jahren, muss man nicht neu schreiben) eingeben. Das hat den Vorteil, dass man es an viele Bauteile gleichzeitig setzen kann.

    Mit Frei box kannst Du ungefähr das selbe machen als wenn Du mit der Funktion 6-7 einen einzigen Haken auf Aktiv setzt, nur eben mit etwas weniger Klicks.


    Mit Frei Wahl öffnet sich keine Auswahlbox, sondern Du kannst ein Bauteil wählen, das zur gewünschten Freien Mos gehört. Die Funktion finde ich jedoch kaum zielführend, denn sie bietet nur an, eine Auswahl zu akzeptieren oder sie zu verwerfen. Wenn das selbe Bauteil zu mehreren Freien Mos gehört, sollten diese bei MR nacheinander angeboten werden, aber das funktioniert bei mir nicht.
    Der Weg, der immer funktioniert, geht über 6-7 und Auswahlhaken, deshalb gebrauche ich die beiden Buttons eigentlich nie.

    Über die Jahre gab es hier die zweite Anfrage nach diesen Trägern, und am Bau kamen sie bei mir noch nie vor, obwohl ich die parallele Form sehr passend zum Holzbau finde. Ob als Pfettenauflager in der Brandwand oder als Ummantelung für eingespannte Stützen, lassen sich die UPE einfacher anwenden als die herkömmlichen konischen U-Profile.


    Die Maße habe ich in einer Tabelle gefunden, in Plancad gezeichnet, und über die Schraffur in den Katalog eingelesen. Danach die Ident- und Bestellnummern sowie die lfm-Gewichte eingetragen, und alles noch einmal kontrolliert. Zwei Stunden sind dabei schnell vergangen. Da weiß man erstmal zu schätzen, was die anderen Einträge von Formteilen für eine Zeit gekostet haben. Unsere Datenbank ist wirklich wertvoll! :+:


    Die Dachrinnen und die gerundeten HEA und HEB sowie ein Satz Trapezbleche haben damals viel mehr Zeit gekostet, als die Eingabe noch Koordinate für Koordinate abgelesen und eingetippt werden musste...

    "Oben" ist die Seite, die durch das Stabkoordinatensystem festgelegt wird. Bei Wandstäben ist z.B. die Außenseite "oben".
    "Seite oben" weist im globalen Koordinatensystem nach oben, unabhängig von den Stabkoordinaten. Man braucht das, wenn man Stäbe z.B. um 90° gekippt eingegeben hat, und die Seite bearbeiten will, die tatsächlich oben liegt.

    Markus, wenn Du einen eingegeben hast, dann weißt Du ja schon, wie das geht. Gib sie einfach alle ein, und stelle die Daten zur Verfügung.


    Natürlich nur wenn Du magst.

    Bevor ich Deine Frage gelesen hatte, waren mir diese Profile unbekannt.
    U-Profile mit parallelen Kanten finde ich sehr handwerkerfreundlich. :+:

    Ich habe Deine Datei geladen und ausprobiert.
    In einem externen cad-viewer sieht alles ganz normal und ordentlich aus.
    Den Import nach Plancad schaffe ich nicht zufriedenstellend. Je nach Maßstabseinstellung und Skalierungsmaßstab werden Maßketten in der gewählten Importgröße dargestellt, aber die Texte (wie in Deinem Bild) bleiben immer so riesig. Sie werden bei mit in einer anderen Schriftart importiert, weil ich das so eingestellt habe, aber die Größe bleibt immer proportional zum Modell, so als hätten sie nicht Größe "auf Papier", sondern Größe "absolut" während des Imports.


    Fazit:
    Einen sauberen Import bekomme mit dieser Datei nicht hin, und auch nicht mit den meisten Importen, die ich aus dxf/dwg mache.
    Ich behelfe mir manchmal, indem ich sämtliche Texte markiere und ihnen eine andere Größe zuweise. Das klappt aber auch nicht immer so einfach, weil Texte auf dem Plan oft in unterschiedlichen Größen existieren. Danach sind bei mir auch die Überschriften in Normalgröße, aber ich kann wenigstens alles lesen.


    Nach meiner Überzeugung liegt hier ein Programmfehler vor.