Beiträge von Der_Planer

    Zitat von dubois1962

    Wie ordne ich die beiden unterschiedlichen Profile der Hausseite zu so dass eine steigende Traufe entsteht?

    Ohne Deine Daten geladen zu haben:


    Für die steigende Traufe gibt es verschiedene Möglichkeiten. In der Dachausmittlung, die durch einen Hausgrundriss vorgegeben wird, braucht man zwingend ein kleines Stück waagerechte Traufe, die parallel zur gegenüberliegenden Traufe definiert wird. Zwei Zentimeter Trauflänge reichen schon. Die schräg verlaufende Kante wird als 90°-Fläche (ohne Ausführung!) eingegeben, und dient dazu, die Dachfläche schräg abzuschneiden, und damit die schräge Traufe zu bilden.


    Wenn man auf das kleine gerade Traufstück verzichten will, kann man die Dachfläche als Freie Dachfläche eingeben.


    Eine weitere Alternative wäre, beide Dachflächen zunächst in voller Profilbreite einzugeben, und die schräge Traufe mit der Dachgestaltung zu erzeugen. Diese Alternative ist jedoch etwas empfindlich bei einer Neuberechnung, und könnte unter Umständen verloren gehen.

    Den Jagdzapfen habe ich nach der Lehre auch nie wieder gemacht. Das war auch nicht notwendig, weil wir überwiegend neue Konstruktionen gebaut haben, bei denen alle Hölzer noch lose waren.
    Der Jagdzapfen ist eigentlich eine Verbindung, die beim Restaurieren gebraucht wird, wo Pfosten und Pfette nicht mehr bewegt werden können. Aus diesem Grund ist es auch nicht erforderlich, sowas im Maschinenabbund herzustellen.

    Damals im Lehrbauhof haben wir den Jagdzapfen nicht winkelhalbierend, sondern rechtwinklig zum Kopfband gelernt.
    So ein Kopfband hat die Eigenschaft, dass man es nachträglich in eine bestehende Konstruktion einbringen kann, ohne dass es sich beißt.
    Das ist bei winkelhalbierender Ausführung nicht möglich, daher wundert mich die gezeigte Darstellung etwas.

    Die 3D-dxf-Schnittstelle unterscheidet, ob man nur Punkte und Linien braucht (Dicam 1-04-1), oder ob man Volumen einlesen will (1-04-4).
    Die erstgenannte ist soweit ich weiß im "Dicam für Zimmerer" enthalten, und reicht zum Einlesen der Aufmaßdaten vollkommen aus, auch für 3D-Linien.
    Ich glaube nicht, dass das in den letzten Jahren geändert wurde?

    Es gibt Foto-Apps, in die man Maße und Texte eintragen kann. Ob man die Maße jedoch manuell eintippt oder per Übertragung vom Disto, das halte ich für irrelevant. Die Endpunkte der Maßpfeile muss man ohnehin manuell setzen, das kann kein Disto.
    Mit so einer App habe ich schon manchmal gespielt, und meine Freundin mit den Bildern zum Gardinenkaufen geschickt. An der Baustelle hab ich sie noch nie eingesetzt. Kommt vielleicht in den nächsten 2-5 Jahren ein paarmal vor...


    Hab eine der Apps jetzt gesucht, das hat schon viel zu lange gedauert. Mit Notizblock und Bleistift geht sowas an der Baustelle viel schneller, und die Skizze ist schnell abfotografiert und versendet.

    Eine Tabellen-App könnte der Fensterbauer gebrauchen, wenn er durch den Rohbau geht, und laufend Rechtecköffnungen misst. Auch für andere Messaufgaben mit wiederkehrendem Ablauf kann sowas sinnvoll sein.
    Um Maße eines räumlichen Bauprojekts festzuhalten, braucht man keine Maßtabellen.

    Das Programm kannst Du so oft installieren wie Du willst.
    Arbeiten kannst Du aber immer nur mit der Installation, die während der Laufzeit Zugriff auf den Dongle hat.
    Die Nummer des Dongels ist in den Kundendaten (kunde.daz) verankert, und ebenso steht dort, welche Programmteile für diese Kundennummer freigeschaltet sind. Alles verschlüsselt natürlich.


    Die Installationen ohne Dongle können nur im Demo-Modus gestartet werden. Man kann damit alle Bauwerke öffnen, alles bearbeiten, aber keine Ergebnisse erzeugen.
    Speichern, Pläne erzeugen, Bauwerke exportieren, Maschinendaten erzeugen, Aufmaßlisten, usw. ist nicht möglich.
    Messen, kontrollieren, temporär konstruieren und alles ausprobieren ist möglich.

    Hab das Video auch angesehen, und finde die Methode etwas altbacken. Man kann (bzw. MUSS) 10 Rasterpunkte pro Richtung eingeben. Wenn man weniger hat, muss man so oft ins Leere klicken, bis der Zähler auf 10 ist.
    Das ist zwar irgendwie machbar, aber doch nicht Stand der Programmiertechnik!?

    Mit "kostenloser" Software bin ich mittlerweile sehr vorsichtig. Die meisten dieser Tools bringen während der Installation ungeliebte und nervige Malware mit, die man danach nur schwer wieder los wird, und die die Herrschaft über den Rechner übernehmen können.
    Manche Freeware erlaubt es, während der benutzerdefinierten Installation diese Zusatztools abzuschalten, so dass sie nicht installiert werden. Andere bieten diese Möglichkeit nicht, und dann ist man später lange Zeit mit dem Säubern des Rechners beschäftigt. Der Kaufpreis für kommerzielle Software macht nur einen kleinen Bruchteil der Kosten aus, die man sonst beim Aufräumen und Putzen verursacht.


    Gekaufte Programme haben sowas in der Regel nicht nötig. Meine täglichen (oder auch öfter) Synchronisationen mache ich mit TotalCommander, der bei mir schon seit Jahren ein vollständiger Ersatz für den hauseigenen Explorer ist. Eine Automatik hat er zwar nicht, aber man kann neue Daten sehr schnell filtern und kopieren.


    Für ein "ordentliches" Backup habe ich eine andere Software, die komplette Festplatten spiegeln kann, oder auch differentielle bzw. inkrementelle Backups speichert. Das mache ich allerdings nicht in so engen Abständen. Hauptsache, es gehen mir keine (oder nur sehr überschaubare) erarbeiteten Daten verloren.


    Welche Methoden und Programme man zur Sicherung anwendet, ist eigentlich egal. Wichtig ist nur, dass es zuverlässig und regelmäßig durchgeführt wird.

    Das lässt sich mit Bordmitteln (z.B. Texteditor) leider nicht ändern, weil die Datei keinen Klartext zum Inhalt hat.


    Wenn's eine komplizierte Zeichnung ist, schick sie nach Neubiberg.
    Ansonsten mach sie einfach nochmal in der V13. Die Dateigröße lässt eine eher kleine Zeichnung vermuten.

    Zitat von Konsti

    Vista... 8O hätte ich nicht gemacht. Kannst doch 32- W7 nehmen

    Hab ich auch nicht gemacht. Als ich den kaufte, gab es noch kein win7, und in einen Systemwechsel stecke ich keine Zeit. Ist auch nicht notwendig, es läuft ja. Er konnte nur die speicherhungrigen Programme nicht mehr zufriedenstellend bedienen, und stürzte dann wegen Speicherüberläufen öfter ab. Für Holzbauprojekte in Wohnhausgröße geht er immer noch problemlos, bei größeren Bauwerken muckt er, und die 24 Megapixel aus meiner Kamera gefallen ihm gar nicht, vor allem, wenn ich mehrere Bilder zusammensetze.


    Das eigentliche Problem ist, dass Vista 32 nicht genügend Speicherplatz verwalten kann. Ansonsten lief und läuft dieses System einwandfrei. Für EKP, Internet, Office, Diashow und mp3 reichen diese Ressourcen noch einige Jahre...





    ... bis der Große Virus kommt und alles zerfrisst. (o) :cold: :mrgreen:

    Man kann für "den besten" Laptop eine Menge Geld ausgeben. Sowas mache ich nicht. Ich bin zufrieden, wenn die Maschine das Programm flüssig bedienen kann, und vielen Schnickschnack brauche ich nicht.


    Mein Laptop ist inzwischen 3 Jahre alt, und läuft immer noch zufriedenstellend. Damals hat er ca. 1300 Euro gekostet, also wirklich keine große Geldanlage. Win7/64 Pro, 17-Zoll matt FullHD, 256 SSD, 1TB HD, 32GB RAM, intel core i7, GeforceGT650M 2GB.
    Mehr Leistung brauche ich vermutlich in den nächsten 2 Jahren nicht, und danach gibt es wieder ein Gerät in dieser Preisklasse, dessen Leistungsdaten dann wieder dem mittleren Stand der Technik entsprechen.
    Neben dem recht anspruchsvollen Dietrichs-Programm habe ich verschiedene Bildbearbeitungsprogramme, denen der üppige RAM-Speicher sehr zugute kommt. Auch hier kann ich trotz Pixelwahn immer noch flüssig arbeiten.


    Für untergeordnete Zwecke steht hier noch ein Vista32-Laptop. Leider kann ich den noch nicht entsorgen, weil es ein paar Programme gibt, die ich unter 64 bit nicht ans Laufen bekomme. Das sind unter anderem das P10-EKP, das K1-EKP, das Leica-Builder-Programm, mit dem ich direkt Daten aus dem Gerät lesen kann, und ein paar kleine Tools, die ich gelegentlich brauche.

    Über die Wichtigkeit der Datensicherung macht man sich manchmal zu wenig Gedanken. Wenn man den ganzen Tag konstruiert, dann liegen abends ca. 400 Euro ungesichert auf der Festplatte. Bei abgeschlossenen Projekten sinkt dieser Wert, weil die Daten oft nur noch informativen Wert haben, und in den meisten Fällen erst nach 20-30 Jahren wieder gebraucht werden, wenn ein Haus umgebaut, angebaut oder aufgestockt wird.
    Die wertvollen Daten sind also die, die gerade bearbeitet werden, wo viele Gedanken, Ideen und Fleiß drinsteckt, und die noch nicht im Abbund angekommen sind.
    Das zeigt, dass eine monatliche Sicherung von Konstruktionsdaten so gut wie sinnlos ist.


    Eine Datensicherung muss ja nicht immer die gesamte Festplatte speichern. Ganz oft reicht es, nur das aktuelle Projekt zu sichern. Wenn man das zweimal täglich macht, sind die Verlustkosten auf 200 Euro gedeckelt. Damit kann man leben, und viel wichtiger, man gerät nicht in Terminnot.


    Umfangreiche Projekte speichere ich immer wieder mal unter neuem Namen. Ich arbeite immer in der Pos 001, und das Projekt liegt als Backup unter den Namen 002, 003 usw. im selben Ordner. Das mache ich gerne, wenn ein bestimmter Sinnabschnitt fertig ist, in den ich mich bei Datenverlust nicht neu reindenken muss. Diese Aktion kostet kaum Zeit, und bei manchen Projekten mache ich das mehrmals täglich.
    Einmal am Tag synchronisiere ich meinen gesamten Datenordner auf einen externen Datenträger, und mit den Gesamtsicherungen bin ich auch etwas nachlässig. Wenn mein Rechner einen Totalschaden haben sollte, habe ich etwas mehr Aufwand als ich bei regelmäßiger Sicherung haben müsste, aber es gehen höchstens Daten von einem Tag verloren.


    Daten, die durch einen Programmfehler oder versehentliches Löschen oder überschreiben verloren gehen, kosten mich höchstens wenige Stunden, und das kommt auch nur sehr selten vor.


    Als Betatester kann es vorkommen, dass ich mit einem Programm arbeite, das nicht so stabil läuft. Es stürzt öfter ab als die normale Version, und dabei kann es auch zu Datenverlusten kommen. Daher habe ich schon seit vielen Jahren ein Auge darauf, dass die Verluste im engen Rahmen bleiben.

    Zitat von Hase247

    ...
    Gibt es die möglichkeit in der Gruppe "unter Aufsicht" zu üben??

    Ich habe so etwas schon erfolgreich gemacht. Ich saß mit zwei Einsteigern in einem Büro, und jeder hat ein eigenes Projekt geplant. Wann immer einer im zweiten Anlauf ncht weiterkam, den habe ich angeleitet, was jetzt zu tun ist. Nach einer Woche waren die beiden ziemlich fit, und mit dem Programm und seinen Bedienkonzepten gut vertraut.
    Das ist eine recht produktive Lern- und Arbeitsweise, bei der man keine Zeit mit Testprojekten verbingt. Am Ende des Tages ist bei jedem eine abrechenbare Leistung vorhanden. Erst nicht so viel, dann jeden Tag mehr.
    Sehr angenehm empfanden sie, dass sie nicht den Kopf "vollgedröhnt" bekamen, sondern gezielt an den Punkten unterstützt wurden, wo es noch hakte. Wenn es um grundlegende Sachen ging, haben sich beide gleichzeitig mit dem Vorgang auseinandergesetzt, und konnten sich später bei Bedarf gegenseitig helfen.

    Ja natürlich geht das. Man nennt das "Abstecken".
    Das Gerät wird über 2 definierte Punkte eingemessen, und danach kannst Du Punkte aus dem Modell auf die Baustelle projizieren. Wie komfortabel das mit dem Programm geht, weiß ich nicht, denn ich schleppe keinen PC mit an den Bau.
    Das Abstecken ist mit dem Builder ziemlich aufwendig. Du misst einen Punkt in Nähe an, und bekommst eine Info, wie weit der gewünschte Punkt davon entfernt liegt. Je nach Genauigkeitsanspruch und verfügbaren Hilfsmitteln brauchst Du 2-5 Messungen je Punkt, um ihn ausreichend genau markieren zu können. Mit motorisierten Messgeräten geht das schneller.


    Ich bereite mir für solche Aufgaben eine Datei vor, die nur die wesentlichen Angaben enthält.


    Sieh zu, dass für alle Geräte genügend Akkus dabei sind!

    Bei einem Flachdach gibt es kein Profil, es sei denn, es ist geneigt.
    Wenn es 0° hat, nimm eine Decke, und ab 0,5° ein Profil.


    Ob man das Profil verwendet oder nicht, das macht jeder Anwender verschieden. Für manche hat es Vorteile, und andere mögen gar nicht damit arbeiten. Beides ist möglich.
    Das Pendant zu 3d cam heißt bei uns Dicam. Das gibt es in verschiedenen Ausbaustufen. Mit der einfachsten Version sind nur unbedeutende Änderungen möglich, sowas wie Farbe oder Texturen, vielleicht auch andere Materialeigenschaften. "Dicam für Zimmerer" ist eine Version, mit der ich einige Jahre ausgekommen bin. Damit kann man sämtliche Hölzer frei erzeugen und bearbeiten, egal in welchem Modellbereich sie erzeugt wurden (Dach/Wand/Decke/Stabwerk/HRB). Man kann damit auch vorgefertigte Punktsymbole anwenden, oder auch Bauteile aus der Bibliothek einbauen.
    Mit der Vollversion von Dicam kann man außerdem Punktsymbole selbst erstellen, eigene Bibliothekselemente erzeugen oder ändern, räumliche Hilfslinien zeichnen, freie Koordinatensysteme anlegen, und sicher noch einiges mehr. Wenn man die Vollversion hat, kennt man die Unterschiede eigentlich nicht mehr...


    Das Programm bietet eine Riesenmenge von Möglichkeiten, und viele Dinge kann man auf unterschiedliche Art machen.
    Hast Du keine Einführungsschulung bekommen? Das komplette Programm allein oder übers Forum zu lernen, ist ziemlich heftig. Wenn Du sehr viel Zeit hast, geht das. Wenn nicht, gönne Dir eine Schulung!