Beiträge von Der_Planer

    Zum Umsetzen des Geräts braucht man mindestens 2 bekannte Punkte, die nach dem Standortwechsel erneut angemessen werden, so dass das Gerät daraus seine neue Position und Ausrichtung errechnen kann, und die folgenden Aufmaßpunkte sich nahtlos ins Modell einfügen. Für mich habe ich ein sehr sorgfältiges Konzept für das Setzen der Passpunkte entwickelt, das eine ganze Reihe wichtiger Aspekte berücksichtigt. Man kann dabei einiges falsch machen.


    Vielleicht tausche ich dieses Konzept mal gegen ein paar brauchbare Kombielemente... :wink:

    Zitat von Bons

    ... Ob der S910 eine Erleichterung wäre kann ich so genau noch nicht sagen, wenn er denn so ungenau messen sollte.

    Ungenau ist immer auch eine Sache der Betrachtung. Ich bin ziemlich sicher, dass dieses Gerät genauer misst als Du bisher mit dem Bandmaß. Vernünftiges Hantieren vorausgesetzt.

    Bevor ich mit dem Tachymeter gemessen habe, hatte ich neben dem Bandmaß und dem Lot auch schon verschiedene Lasergeräte. Einen normalen Disto für Entfernungen, und ein selbstnivellierendes kleines Gerät mit einer Genauigkeit von 3 mm auf 10 m. Mittels Strahlteilerprisma kann man damit rechte Winkel aus Laserlicht erzeugen. Damit habe ich mir virtuelle Achsen gelegt, zu denen ich Wandabstände gemessen habe, ähnlich wie in einem 2D-Koordinatensystem. Mit dem Prisma ist es auch möglich, schwer zugängliche Punkte abzuloten, um z.B. den Firstpunkt eines vorhanden Daches in Augenhöhe auf die Giebelwand zu loten, ohne dass man eine Leiter anstellen muss. Dazu ein elektronischer Neigungsmesser mit Laserverlängerung, mit dem man Dachneigungen zuverlässiger abgreifen kann als mit einem kurzen Neigungsmesser. Alte Sparren sind immer durchgebogen, und haben deshalb nahe der Traufe eine geringere Neigung als nahe dem First.


    Beim Messen mit Licht sollte man die Zeiten und das Wetter so wählen, dass man nicht in der prallen Sonne messen muss. Man sieht dann fast nichts...


    Seit ich mit dem Builder messe, hat die Neigungswaage leider Urlaub. Hab sie in den letzten 10 Jahren vielleicht 2 oder 3 Mal eingesetzt.

    Zitat von Bons

    ... muss man viermal umstellen...

    na und? Mit dem Bandmaß musst Du für jedes Maß umstellen.

    Zitat

    ... und Innenwände und Kamine eh wie üblich messen.

    Nein. Stell das Gerät mitten zwischen die Innenwände, so dass Du durch möglichst viele Türen sehen kannst. So einen Standort findet man fast immer, so dass man einige Außenwände und viele Innenwände räumlich bestimmen kann. Neben den direkten Anzielen von Messpunkten gibt es auch indirekte Messungen, mit denen man unzugängliche Stellen trotzdem erreichen kann. Die Möglichkeiten eines Tachymeters sind nicht dort begrenzt, wo der Laie es vermutet.
    Kamin: Wenn der hochgemauert ist, kannst Du den von der Straße aus messen. Gerade bei Kaminen ist es manchmal so, dass sie verzogen sind, und es nützt nichts, sie ein Stockwerk tiefer zu messen, nur weil der Dachboden unzugänglich ist. Von der Straße aus bekommt man die Maße dort, wo es wichtig ist, nämlich da, wo der Kamin ausgewechselt wird. Das braucht man bei jeder Dachsanierung, wo alte Sparren durch neue ersetzt werden.


    Zitat

    ... das man mit so einem Gerät... wenn mans dann angeschafft hat... alles aufmessen würde.

    Ja, genau das mache ich. Wenn Du nur dreimal im Jahr etwas zu messen hast, was mit dem Bandmaß nicht geht, dann verstehe ich, dass der Kaufpreis zu hoch ist. Kein Problem, mein Gerät hat noch freie Termine. :winking_face:


    Zitat

    ... Der Leica mag dagegen wohl ein Spielzeug sein...

    Ich kenne das Gerät nur von Bildern und aus dem Prospekt. Für kleinere Projekte halte ich das durchaus für geeignet. Für größere Zielweiten ist die Winkelgenauigkeit einfach nicht ausreichend. Leica gibt eine typische Abweichung von 1 mm pro Meter an. Das ist bei einem 10 Meter großen Carport akzeptabel, solange man den Mess-Standort mitten drin hat.
    Bei einem Tachymeter gibt es 1 mm Winkelabweichung erst in 20-25 Metern Entfernung, und bei Geräten der Spitzenklasse sogar bei 70-75 Metern. Solche Genauigkeiten können mit einem erweiterten Handgerät bisher nicht erreicht werden. In der Praxis kommen solche Zielweiten aber manchmal vor. Je nach Lage eines Gebäudes braucht man manchmal Passpunkte in 30-70 Metern Entfernung, wenn man z.B. zwei Standorte zwischen Straßenseite und Gartenseite miteinander verknüpfen muss.


    Ganz klar ist auch, dass man das Messen mit so einem Gerät nicht gleich am ersten Tag beherrscht, und dass man selbst praxistaugliche Methoden und Hilfsmittel entwickeln muss. Aber genau das macht auch den Reiz des Messens aus.

    Zitat von Bons

    ... nur für dreimal im Jahr...
    ...
    Da lässt man wohl besser jemand kommen der sich auskennt.

    Klingt vernünftig. Nur keine Angst vor Punktwolken!
    Schau mir beim nächsten Aufmaß über die Schulter, dann siehst Du das alles etwas zuversichtlicher.


    Im Moment betreue ich eine Baustelle in der Frankfurter Innenstadt. Dort geht es um ein Fachwerkhaus, dessen Nordseite (Anschluss zum Nachbarn) komplett in Beton hergestellt wird. Holzbalkendecken und Wände schließen daran an, teilweise mit Stahlkonsolen und angedübelten Wandbalken, Verschieben und nachträgliches Ausrichten sind unmöglich. Dort messe ich nach dem Aufstellen jedes Stockwerks und passe die folgende Decke und Wände an den Bestand an. Mit herkömmlichem Messzeug sicher machbar, aber nicht in einer halben Stunde, und schon gar nicht mit der erforderlichen Genauigkeit.

    Zitat von Bons

    Hier mal einen Neubau ... wie oft muss man da das Gerät denn umstellen ... bin ich da nicht schneller mit dem Bandmaß


    Und wie flach kann der Winkel sein vom Gerät zur Wandecke ...


    Mir ist es am liebsten, wenn ich einen Standort für das Gerät finde, von dem aus ich alles ohne Umsetzen messen kann. In Deinem Beispiel wäre das idealerweise mitten auf der Decke. Beim Messen mit Licht ist es so, dass man immer nur gegen eine Fläche messen kann. Kanten sind manchmal möglich, Ecken nur selten, weil sie nie so scharf sind, wie man sie zum Zeichnen braucht.
    Wenn man die Decke von innen misst, braucht man einen Helfer, der von außen ein Brett gegen die Wand hält, gegen das man messen kann. Ist man alleine, braucht man geeignete Hilfsmittel, die man nahe der Ecken positioniert.


    Das spitze Anzielen von Flächen ist ein Problem, wenn man punktgenau messen muss, weil der Laserpunkt dann mehrere Zentimeter breit werden kann. Zum Bestimmen einer Fluchtkante reicht das aus, aber wenn gleichzeitig der Endpunkt wichtig ist, sollte man nicht viel spitzer als 45° anzielen.


    Wenn ein Standort auf der Decke nicht möglich ist, kann man von außen messen. Bei diesem Bau braucht man dazu mindestens 4 Standorte, sonst bekommt man die Kanten der Versprünge nicht.
    Solange man genug Platz für Standorte hat, ist das Messen kein Problem. Wenn's eng wird, ist es manchmal kniffelig. Beispiel für schwieriges Messen: Ein Reihenhaus in der Stadt soll ein neues Dach über dem 5.OG bekommen. Die Straße ist schmal, so dass man die Wände kaum sinnvoll anzielen kann, oder nur wesentlich spitzer als 45°. Die Gartenseite steht voller Gestrüpp, und mitten drin ein Baum. Messen von unten kaum möglich. Das DG war bis gestern noch bewohnt, so dass man keine offene Konstruktion sehen kann, aber in zwei Wochen muss der neue Dachstuhl kommen. Sobald das Haus eingerüstet und mit Netzen verhangen ist, kann man von außen sowieso nichts mehr messen.
    In so einem Fall muss man erfinderisch werden, aber auch solche Baustellen habe ich schon gemessen...

    Zitat von **Sven**

    Es macht keinen Sinn, alles damit aufzumessen, eben weil man oft weder schneller ist, noch einen nutzen aus den gemessenen Daten ziehen kann. Wozu brauche ich bei einer Betonplatte mit 90° Winkeln ein digitales Aufmaß? Ein paar schnelle Messungen mit Bandmaß und schon ist man wieder zuhause. Vielleicht noch schnell die Höhen ausnivelliert, wenn man die braucht...

    Einspruch!


    Wer sagt denn, dass die Betonplatte rechtwinklig ist, auch wenn sie rechtwinklig im Plan steht? Mit dem Bandmaß musst Du die Diagonalen kontrollieren. Das geht aber nicht, weil die Platte vielleicht noch einen Versprung hat, oder die Ecken beim Ausschalen abgebröckelt sind. Wahrscheinlich stehen auch gerade zwei Paletten Steine mitten in der Diagonalen. Kaminloch und Versorgungsleitungen nicht vergessen! Die Höhen brauche ich nie mehr extra zu nivellieren, denn mit dem Tachymeter messe ich die in 3D sofort mit. Wenn man einmal so ein Gerät benutzt hat, dann wundert man sich, wie man früher mit Bandmaß, Lot und Wasserwaage zurecht gekommen ist.


    Natürlich wird eine Betondecke waagerecht modelliert, und der Grundriss wird auch rechtwinklig angelegt, auch wenn die Platte ein paar Zentimeter aus dem Winkel ist. Der Vorteil ist aber, dass ich die Platte trotzdem so zeichne wie ich sie gemessen habe, und im Montageplan an jeder Ecke kurze Stichmaße angebe, wie weit die Schwelle von der Betonkante entfernt ist. Beim Schwellenlegen braucht man also den rechten Winkel nicht mehr zu kontrollieren. Und die gemessenen Höhenpunkte habe ich auch im Modell, so dass ich schon vorher weiß, wie hoch die Decke dort ist, wo die Stahlstütze stehen soll, so dass ich auch diese maßgenau vorfertigen kann. Das ist alles Zeit, die bei der Montage eingespart wird.


    Natürlich habe ich sicherheitshalber auch einen Meterstab und ein Bandmaß im Messkoffer, kann mich aber kaum erinnern, wie lange es her ist, dass ich diese Utensilien zum letzten Mal gebraucht habe. Die nehme ich eigentlich nur noch, um Wandstärken oder Holzquerschnitte zu messen.


    Vielleicht kommt meine Überzeugung auch daher, dass ich kaum gefragt werde, eine gerade Decke zu messen, das machen meine Kunden selbst. Überraschungen inklusive, wenn die Diagonalen um eine Handbreit nicht passen. Je nachdem, wie genau der Aufbau passen muss, fahre ich dan doch nochmal mit dem Gerät raus.


    Beispiel letzte Woche: Wohnhausbrand. Der Dachstuhl ist sauber abmontiert, die vorhandenen Widerlagerschwellen auf den Drempeln sollen dort bleiben und wiederverwendet werden. Ein Drempel läuft durch, der andere hat mehrere Versprünge im Grundriss, dementsprechend auch unterschiedliche Höhen. Giebel stehen schräg im Grundriss. Mitten drin die Mauern vom Treppenhaus, das ganze Gebäude mit einem Notdach abgedeckt, unter dem man teilweise nur gebückt stehen kann. Geh mal mit dem Bandmaß dort hin. Ohne zweiten Mann hast Du keine Chance, und selbst zu zweit ist das Messen eines einhüftigen Widerlagers eine Herausforderung. Mit dem Gerät war ich alleine in einer guten Stunde fertig. Mit zuverlässigen Maßen, bei denen ich sicher sein kann, dass die neuen Widerlagersparren auf die alten Pfetten passen.

    Zitat von Kurt

    ... am liebsten wäre mir, wenn ich Dietrichs auf einem Tablet am Stativ hätte.

    Wenn das ginge, würde ich eventuell überlegen, das auch zu machen. Es gibt doch Windows-Tablets, auf denen unser Programm laufen müsste?


    Zitat

    ... der Aufwand mit 2tem Stativ und Laptop ist bei mehr wie 2 Standpunkten ziemlich nervig, ich bin noch in der Findungsphase :lol: .

    Zwei Stative sind tatsächlich sehr nervig. Um so mehr, wenn es an der Baustelle staubt oder regnet, oder beides. Manchmal ist man beim Messen nicht allein, sondern da springen Handwerker aus aller Heren Länder rum, denen es egal ist, wenn sie teures Gerät anrempeln und umwerfen, oder es einfach mitnehmen, während man unterwegs ist, um auf der anderen Straßenseite eine Zielmarke zu kleben. Daher bleibt der Laptop schön zu Hause oder im verriegelten Kofferraum. Bei Sonnenschein ist der ohnehin nicht zu gebrauchen, weil es nur wenige gibt, die ein transflektives Display haben. Und die Akkulaufzeiten sind mit denen des PDA bei weitem nicht vergleichbar.
    Was mich ebenso sehr stört, dass man beim Messen eine teure Programmlizenz im USB-Schacht stecken hat, die an der Baustelle schnell verschwinden kann, und dann ist erstmal Schluss mit Messen. Und mit Konstruieren auch. Nein danke!


    Wenn es das Dongle-Problem nicht gäbe, hätte ich vielleicht ein Netbook (gibt es inzwischen gar nicht mehr, und PDA schon lange nicht mehr!), oder ich würde mir ein wetterfestes Toughbook besorgen. Aber das Hantieren mit dem PDA hat außer dem einen Nachteil des kleinen Displays sonst nur Vorteile.


    Mich würde mal interessieren, wie viele Messungen man braucht, um ein bestehendes Bauwerk vor Ort ins Programm einzugeben. Spart das wirklich Zeit, oder verlagert man nur die Zeit vom Büro an die Baustelle? Was ist mit den Messpunkten? Wenn ich vor Ort eine Decke ins Programm eingebe, dann ist die zwangsläufig waagerecht, und eine Wand zwangsläufig senkrecht. Die Praxis zeigt aber, dass da draußen KEINE Decke waagerecht und KEINE Wand senkrecht oder im rechten Winkel steht. Beim Konstruieren muss ich vor Ort festlegen, an welchen zwei Punkten eine Wand sich ausrichtet. Beim späteren Konstruieren bin ich flexibler in der Wahl der Messpunkte, so dass ich im Büro entscheiden kann, welche Punkte höhere Priorität haben. Alle Punkte bzw. Linien sind noch im Original vorhanden. Ist das beim Vor-Ort-Konstruieren auch so?


    Wenn ich bestehende Holzkonstruktionen messe, dann interessiert mich oft nur eine wichtige Kante, wo z.B. neue Kerven auf eine alte Pfette kommen. Den genauen Querschnitt der Pfette brauche ich nur informativ, aber nicht genau. Der ist mit Waldkante manchmal auch schwierig zu ermitteln, wenn das Holz in einer Höhe liegt, wo es mit Meterstab nicht zugänglich ist. Dicam braucht zum Konstruieren schon vor Ort genaue Abmessungen, sonst kann ich keinen Stab eingeben. Natürlich kann ich einen Querschnitt schätzen und später ändern, das birgt aber eine Fehlerquelle, dass ich z.B. die falsche Seite annehme, und dann passt das Modell nicht mehr zum Bestand. Ich muss also den Messablauf unterbrechen, um genaue Holzquerschnitte festzustellen, die mit dem Laser naturgemäß nicht von einem Standort aus gemessen werden können. Es sei denn, man verwendet spezielle Hilfsmittel oder einen zweiten Mann.
    Bleiben die originalen Messpunkte im Modell sichtbar und nachvollziehbar? Wieviel Aufwand ist es, Kanten genau zu ermitteln, die es wegen Waldkante, Fase, Abbröckelung usw. in der Praxis gar nicht gibt? Ich habe das im Programm noch nie probiert, und werde das vermutlich auch nicht tun, denn mein Workflow beim Messen funktoniert seit 10 Jahren und darauf kann ich mich hundertprozentig verlassen.


    Wenn es irgendwann erschwinglich wird, und die Messaufgaben stark zunehmen, dann ginge die Überlegung in Richtung 3D-Scanner. Der Begriff "Punktwolke" bekommt dann eine ganz andere Dimension, und mich würde interessieren, ob die vielen Milliarden von Punkten in Dicam noch zu handhaben sind?


    Bis dahin bleibe ich bei der alten Technik, und nehme pro Baustelle zwischen 100 und 1000 Punkte auf, an denen ich den Bestand schlüssig modellieren kann. Messen ist kein Selbstzweck, sondern dient als Grundlage zum passgenauen Konstruieren, und das habe ich mit meinen Messwerkzeugen noch immer perfekt hinbekommen. :smiling_face:

    csv heißt "comma separated values" und auf deutsch "Werte, die durch Komma getrennt sind.
    In diesem Format werden zeilenweise Daten gespeichert, die nach einem bestimmten Format durch Komma oder Semikolon getrennt sind, und jeder Wert hat je nach Platz an dem er steht, eine Bedeutung, die ihm zugeordnet werden kann.
    Beispiel: eine Zeile im csv könnte z.B. so aussehen:
    "0001; 3,1278; 4,9801, 2,5314"
    Wenn man diese Werte in eine Excel-Tabelle importiert, und weiß, dass der erste Wert die Punktnummer ist, die drei folgenden für x,- y- und z-Koordinaten stehen, dann bekommt man eine Tabelle der Messwerte. In der csv-Zeile können aber durchaus noch viel mehr Werte stehen, wie z.B. Uhrzeit und Datum, Temperatur, eingestellte Höhe des Reflektors, Polarkoordinaten der Messung und anderes mehr.


    Beim Auslesen von csv nimmt man gewöhnlich nur die Werte, die zum Konstruieren relevant sind.

    Mit Punktwolken habe ich anfangs auch gearbeitet, habe das aber schnell beiseite gelegt. Für kleinere Projekte geht das noch, aber bei größeren wird es schnell unübersichtlich, selbst dann, wenn man sich beim Messen Notizen zu den Punkten macht.


    Ich messe schon sehr lange so, dass ich (über externe Soft- und Hardware) layerbenannte Linien anstatt Punkte von der Baustelle mitbringe. Die lassen sich in Dicam mühelos sortieren, und ausblenden, wenn man sie gerade nicht braucht. Manchmal liegen Grundrisskanten und Höhenmaße räumlich so dicht zusammen, dass das Unterscheiden schwer fällt. Durch entsprechend benannte Layer kann ich beqem schalten, was ich zum Konstruieren brauche.


    Meine Aufmaß-Software läuft auf einem kleinen handlichen PDA, der sich leicht ans Stativ anclipsen lässt. Das Gerät hat ein sonnenlichttaugliches Display und der Akku hält mehr als 8 Stunden, die ich schon manches Mal ausgenutzt habe.
    Für den Fall, dass der Akku des PDA doch mal erschöpft ist, und ich keinen zweiten dabei habe, kann ich immer noch die restlichen Punkte (sind dann meist nicht mehr viele) direkt im Messgerät speichern und als Punktwolke zum Linienmodell einlesen.


    Das Leica-Gerät, mit dem ich messe, ist schon mehr als 10 Jahre im Einsatz, und misst noch so genau und zuverlässig wie am ersten Tag. Eigentlich sogar noch zuverlässiger, denn im Lauf der Zeit erarbeitet man sich einige effektive Methoden...

    Einer meiner kunden mag gerne SS-Verbindungen, auch dicht am Holzende.
    Ich lasse die Pfette meistens etwas länger, damit der SS nicht schon beim Transport ausplatzt. Nach der Montage und dem zusätzlichen verspaxen des Anschlusses schneidet er die Pfette ab.

    Die kleinen Bohrungen sind aus gutem Grund unsichtbar, denn sie erzeugen viele Kanten im Modell, die das Arbeiten verlangsamen, und man braucht sie eigentlich nicht zu sehen (meist Sparrennagelbohrungen).


    Also bitte nicht als Standard wählen!

    Zitat von zollstock

    ... Zahlen 2.8/2.4 was soll das denn heißen

    Das sind die Abmessungen des Rohkörpers. Ein M16 Bolzen hat eine 24 mm Schlüsselweite. Wenn man die durch cos 30° teilt, erhält man das Maß über die lange Ecke des Sechskantkopfes mit knapp 28 mm. Daher ist die Beschriftung logisch, wenn man den Querschnitt zugrunde legt.

    Das hatte ich neulich auch, und hab den Fehler in den Einstellungen gesucht, aber nicht gefunden. Wenn ich MM geklickt, und dabei das Mausrad ein wenig nach links und rechts bewegt hatte, dann reagierte das Programm wieder.


    Der Fehler war: Hardware verschlissen. Eine neue Maus hat geholfen.

    Zitat von benjamin_gretsch

    ...Die Wandausführung siehst du in meinem vorigen Post...

    In dem Bild steht der HRB-Vorlauf in Klammern, das heißt, Du hast dort nicht die gespeicherten Werte drin. Musst da nochmal was aktualisieren.

    Deine Frage ist schwierig formuliert, denn "messen mit Übernahme" gibt es nicht. Ich habe eine Zeit lang gerätselt, was Du meinst, und beschreibe das Problem einmal mit meinen Worten:


    Man kann etwas messen.
    Dann bekommt man ein Infofenster mit den Messergebnissen.
    In diesem Infofenster steht der Fokus auf dem X-Wert des ersten Punktes, vielleicht weil das der erste Zahlenwert im Infofenster ist.
    Diesen Wert braucht man fast nie, deshalb setzt man den Fokus auf einen anderen Wert, den man tatsächlich haben will.


    In den meisten Fällen wäre das bei mir der gemessene Abstand. Wenn der Fokus sofort in diesem Feld stehen würde, spart man den Klick, um den Fokus manuell dort hin zu setzen, und kann stattdessen sofort auf "Übernehmen" klicken oder <Strg>+C.


    Wenn es um das Einsparen unnötiger Klicks geht, bin ich eindeutig bei Dir.
    Der Fokus wäre auf dem Wert "Abstand" viel sinnvoller.

    Ähnlich wie Hansa das beschreibt, mache ich das auch öfter, wenn ich z.B. einen Bestand modelliere, und daran angebaut wird.
    Anstatt #KVH gehe ich noch einen Schritt weiter, und nehme für vorhandene Holzkonstruktion die Identnummer #Weiß, so dass man bereits im OpenGL eine sehr gute optische Unterscheidung der Bauteile bekommt.
    Manchmal müssen auch vorhandene Bauteile demontiert werden, die bekommen die Identnummer #Rot. Auch das macht sich gut in der texturierten Vorschau, und erleichtert allen Beteiligten das Verständnis.

    Das ist wohl wahr, hilft aber meistens nicht weiter, weil doch schon was anderes da ist.
    Außerdem kommt es manchmal vor, dass ich einzelne Linien korrigieren muss, weil ich z.B. beim Messen übersehen habe, die Reflektorhöhe zu löschen, obwohl ich wieder direkt (ohne Reflektor) gemessen habe. Wenn mir das passiert, dann ganz sicher auch anderen.


    Wenn es die Möglichkeit gäbe, einzelne Punkte und Linien, oder auch Gruppen um ein Korrekturmaß zu verschieben, dann wäre mir schon viel geholfen.
    Linien zu schieben oder zu drehen muss ja nicht neu programmiert werden. Als Kopie funktioniert das ja alles schon seit Jahren. Aber manchmal stört eine Kopie mehr als sie nützt, und das Löschen ist oft viel zu aufwendig und fehleranfällig.


    Ich kann kaum zählen, wie oft ich diesen Wunsch bereits formuliert habe, und genauso oft wurde er ignoriert. Ich halte das aber immer noch für eine grundlegend wichtige Funktion in einem 3D-Konstruktionsprogramm. Ich hoffe, dass ich das vor der Rente noch erleben darf...

    Die Lösung mit dem Geschoss funktioniert einfach und sehr gut.
    Ich lege für solche Geometrien Geschosse mit den Namen UG99, UG98, usw. an. Manchmal habe ich 3D-Aufmaße, die an der Baustelle nicht über Passpunkte verknüpft werden können. Diese Daten lese ich in verschiedene Stockwerke ein, und kann sie auf diese Weise unabhängig voneinander drehen und schieben, so dass die beiden Datensätze optimal zusammenpassen.


    Davon abgesehen würde ich es immer noch sehr begrüßen, wenn man Linien und Punkte in Dicam bewegen könnte, ohne dass man sie kopieren muss. Es ist sehr mühsam, nachträglich die richtigen Linien zu löschen.
    Trotz aller Möglichkeiten, die man mit 3D-Linien inzwischen hat, fehlt hier eine wichtige Möglichkeit, kleinere Korrekturen in Form von Verschiebungen, Drehungen und Spiegelungen vorzunehmen.