Beiträge von Der_Planer

    Aus der Beschreibung kann ich den Arbeitsablauf nicht eindeutig nachvollziehen. Warum sollen überhaupt Bauteile gelöscht werden? Das ist unproduktiv und führt zu den schon genannten Problemen bei Anschlussbearbeitungen.


    Eine saubere Methode wäre, alle Bauteile, die in den Maschinenabbund sollen, mit einer Freien MOS zu belegen, die man z.B. "auf Maschine" benennt. Damit sind diese Bauteile jederzeit schnell aktivierbar. Falls das mangels Dicam Vollversion nicht geht, kann man sie auch einem separaten Paket oder einer separaten Gruppe zuordnen, je nach vorhandener Gebäudestruktur kann das eine besser sein als das andere. Ebenso könnte man die restlichen Bauteile einer Freien MOS "Handabbund" zuordnen, die man ebenso schnell filtern kann. Welche Methode man wählt, ist egal oder bauwerksabhängig.


    Vor der Maschinenübergabe filtert man die Bauteile mit wenigen Klicks und übergibt nur die aktiven an die Maschine. Ebenso kann man einen Positionsplan allein mit den aktiven Bauteilen erzeugen.
    Da muss gar nichts gelöscht werden.


    Falls man selbst keine Maschinenübergabe hat, und die Übergabe im Abbundcenter stattfindet, gibt es mehrere Lösungen. Man kann die Vorsortierung machen wie beschrieben, und kommuniziert, dass NUR die Bauteile einer bestimmten MOS/Paket/Gruppe auf die Maschine sollen.


    Falls das alles gar nicht geht, macht man die Sortierung trotzdem, und lagert die Bauteile in Dicam einfach aus. Dabei entsteht eine neue Position, die man "Maschinenabbund" nennen und ohne Ballast versenden kann. An den Stäben bleiben alle Bearbeitungen erhalten, selbst dann, wenn die Gegenstücke in der Auslagerung fehlen. Die Bearbeitungen sind dann immer noch als Anschlussbearbeitungen definiert, und man sollte sicher keine Neuberchnung oder etwas ähnliches versuchen? Was dabei passiert, habe ich nicht ausprobiert. Ich weiß jedenfalls, dass alle Bearbeitungen auf die Maschine kommen.


    Das Konzept "Auflösen" und "Löschen" ist lange nicht so effektiv wie "MOS zuordnen" und "Filtern".
    Das zweitbeste Konzept heißt "Auslagern statt Löschen", weil man damit eine Kopie anlegt, die einem bestimmten Zweck dient, und sich die Arbeitsposition nicht zerstört.

    Die Platten tragen nur die Auswirkungen einer Funktion mit sich, jedoch nicht die Funktion als solche. Die Platte "weiß" nicht mehr, mit welcher Funktion ihre Bohrung gesetzt wurde.
    Im Einzelfall macht man es so wie Benjamin schon geschrieben hat: die Verbindung neu erzeugen.
    Wenn Du sehr viele gleichartige Platten mit der selben Verbindung hast, kannst Du (im Einzelstab-Fenster des Stabes) die Bohrungen des Holzstabes auf die Platte übertragen. Damit hängst Du eine Funktion an die Platte, die beim Neuberechnen auf die ausgewählten Bauteile übertragen wird. Je nach Anzahl der Anschlüsse kann man damit viel Zeit sparen.

    Den Aufwand würde ich heute sicher nicht nur noch für ganz besondere Projekte machen. Um einen gebogenen Binder "schön" darzustellen, wäre es weniger Arbeit, die einzelnen Lamellen zu modellieren und das Ganze als Baugruppe zusammenzufassen. Baugruppen gab es damals noch nicht, aber aus Einzelstäben hätte ich das auch machen können.


    Zu der Zeit haben wir einiges probiert, um Dicam auszureizen. :winking_face:

    Das ist eine selbstgemachte, speziell für dieses Bauteil. Eigentlich ist das zu viel Aufwand, aber es ist möglich.


    Wie das genau geht? Das müsste ich nochmal nachsehen. Ist ja schon mehr als 10 Jahre her. Ich habe zu der Zeit einiges mit Texturen und Textursets experimentiert.

    Zitat von BEAR

    Farben kann ich schon noch unterscheiden ! :lol: :racer: (o)


    ...aber als Besitzer von Dicam für Zimmerer oder der Vollversion kann man nicht mehr unterscheiden, welche Funktionen bei einem Anwender grau sind, der keine der beiden Versionen hat. Ich weiß, dass die "Null-Version" trotzdem ein paar Sachen kann, ich glaube, sowas wie Bauteilfarben und Texturen ändern? Vielleicht noch irgendwas? Ich hab keine Ahnung, wo die Grenze liegt, und kann es mit meinen Kundendaten auch nicht nachvollziehen. Daher ist es manchmal schwierig, diesen Anwendern so zu antworten, dass sie im Rahmen ihrer Programm-Möglichkeiten ein bestimmtes Ziel erreichen. Oder auch nicht...


    Selbst wenn man den Dongle rauszieht, sieht man das nicht. In dem Moment ist fast alles freigeschaltet, bis auf die Speicher- und Ausgabefunktionen.

    Wenn Funktionen grau und inaktiv sind, bedeutet das, dass sie nicht freigeschaltet sind.
    In Dicam für Zimmerer werden viele, aber nicht alle Funktionen freigeschaltet, in der Vollversion dann alle.


    Ich habe selbst viele Jahre mit der kleinen Version von Dicam gearbeitet, und kann sagen, dass sie bereits sehr leistungsfähig ist. Die Vollversion kam erst später zu mir.

    Zitat von benjamin_gretsch

    Dann hast du scheinbar keine Vollversion!

    Man braucht zum Kopieren von Bauteilen keine Dicam Vollversion.
    Die Version "Dicam für Zimmerer" reicht dazu vollkommen.
    Ich würde mir die Version mal zeigen lassen, und wenn das Konstruieren damit einen deutlichen Zeitvorteil bringt, kann man sich ausrechnen, wann sich Dicam amortisiert hat. Wird vermutlich nicht lange dauern... :+:

    Für den Fall, dass es kein Dicam gibt, würde ich die Teilkonstruktion innnerhalb der Deckenkonstruktion nutzen. Damit lassen sich Bauteilgruppen speichern und an beliebiger Stelle wieder einfügen. Durch Kopiervorgänge, egal mit welcher Methode, lässt sich immer Eingabezeit einsparen.
    Möglicherweise kann man eine "Riesenterrasse" als Teilkonstruktion ablegen, die man komplett in eine beliebige Terrassenform einfügt, so dass man nur noch die Ränder beischneiden muss.


    Es gibt mehrere Möglichkeiten, die schneller sind als die Einzeleingabe der Dielen.

    Die beiden Beispiele kann man mit einfachen Mitteln sehr schnell eingeben.


    Ich würde z.B. bei der Kurzlängenverlegung die Rand- und Stoßdielen über die Deckenkonstruktion eingeben, dann die erste Reihe Kurzdielen mit der Funktion "Band erzeugen". Dann wechsle ich aus der Deckenkonstruktion nach Dicam und kopiere die erste Kurzdielenreihe mit der gewünschten Anzahl. Der Terrassenbelag wäre in sehr wenigen Minuten fertig.


    Bei der Verlegung mit versetzten Stößen würde ich fast genauso vorgehen, nur dass ich die ersten beiden Reihen mit manuellen Längen (ohne "Band erzeugen") belege, und danach in Dicam kopiere, so dass auch diese Fläche in sehr kurzer Zeit gefüllt ist.

    Automatiken sind schön und gut. Aber nur da wo sie wirklich gebraucht werden.
    Bei einem Carport-Anbau würde ich die ursprüngliche Position kopieren, und damit weiterarbeiten. Ich gehe meist noch etwas weiter, und verändere einige Dinge im Modell: Ich weise ALLE Bauteile der Freien Konstruktion zu, definiere sie ALLE als "Hilfsbauteil Weiß" und benenne sie um in "Bestand".
    Bei normalen Bauteilen geht das sehr schnell, bei Deckenlagenplatten und Dachlagenplatten ist es etwas umständlicher. Die werden zuerst kopiert, die Kopien so behandelt wie beschrieben, und danach lösche ich die Decken und Dachflächen, so dass nur noch Freie Konstruktion als Hilfsbauteil Weiß übrig bleibt.
    Anschließend lösche oder beschneide ich die Bauteile (nur bei großen Projekten) so dass nur die Bereiche übrig bleiben, die für den Anschluss der neuen Konstruktion von Bedeutung sind.


    Der neu geplante Gebäudeteil wird dann in die bestehende Geometrie eingefügt.
    Falls es Kollisionen mit dem Bestand gibt, und dieser beschnitten werden muss, führe ich das mit Trennschnitten aus, und behalte die Verschnittstücke als "Hilfsbauteil Rot" im Modell. Auf diese Weise lässt sich sehr fein visualisieren, wo Änderungen am Bestand gemacht werden müssen, ohne dass man dazu lange Erklärungen abgeben muss.


    Die Planung des neuen Bauabschnitts läuft damit in einem sehr schlanken Modell, das das System nicht ausbremst.
    Bei Bedarf erzeuge ich ein ausgelagertes Modell von allen Neuteilen, das ich in eine Kopie des Ursprungsprojektes wieder einlagere. Dieser Schritt dient allein dazu, eine Gesamtansicht zu erzeugen. Produziert wird nur mit den separierten Bauabschnitts-Positionen.

    "Band erzeugen" erzeugt z.B. in einer Fachwerkwand einen Riegel, der durch bereits vorhandene Pfosten unterbrochen wird. Man gibt also nur einen kurzen Riegel ein, und es werden so viele Riegel in der selben Höhe erzeugt, wie es die vorhandenen Pfosten vorgeben. Automatisches Anschließen ist bei dieser Funktion unbedingt erwünscht, weil die Pfosten oft unterschiedliche Abstände haben.


    Um Dielen kurzer Längen in einer Deckenkonstruktion zu erzeugen, halte ich "Band erzeugen" nicht für eine geeignete Methode, es sei denn, Du setzt vorher "Fugenhölzer", an denen sich die Dielen anpassen können.


    Wie sehen die Aufteilungen Deiner Dielen denn aus? Folgen sie bestimmten Regeln? Ich vermute, es gibt versetzte Stöße? Sind die unregelmäßig? Oder regelmäßig?


    Eine typische Anordnung als Beispiel würde einen Tipp zur schnellen Eingabe erleichtern, bzw. erst ermöglichen.

    Zitat von HolzSand

    ...
    ich habe einen Kehlbalken im Dachtragwerk erstellt.
    Danach habe ich diesen im Dicam kopiert. Nun sind diese
    Kehlbalken der Wand 14 im DG zugeordnet...


    Dieses Problem lässt sich im Vorfeld schon vermeiden, denn beim Kopieren in Dicam kommt die Abfrage:
    "Soll die Zugehörigkeit verändert werden? Körper gehört bereits zu einer Gebäude MOS!"
    Diese Frage hast Du offensichtlich mit Ja beantwortet, während in Dicam die Gebäude MOS DG_Wand_14 aktiv war.

    Zitat von benjamin_gretsch

    ...


    Wenn man das mal alles eingestellt hat, gehts ziemlich flüssig weiter... :wink:


    Die eine ruhige Stunde, die ich dafür mal investiert habe, hat sich schon lange rentiert.
    Editierbare Listen auf dem Plan haben schon Vorteile...

    Ich würde für jedes Modul ein eigenes Geschoss anlegen, dann ist alles organisatorisch getrennt und lässt sich bequem filtern bzw. ein-/ausschalten.

    Zitat von benjamin_gretsch

    ... Du gehst ins DTW und mit 7-2 gibst du deine Elementierung ein!

    Tja, mein lieber Freund, dazu müsste man die Elementierungsfunktion erstmal gekauft haben. Ich habe sie z.B. nicht, da sind die Funktionen im Klappmenü blassgrau.


    Eine automatische Liste auf dem Plan funktioniert dann wahrscheinlich auch nicht. Das bedeutet, dass man sich Unterscheidungsmerkmale schaffen muss, nach denen die Bauteile schnell gefiltert werden können. Das geht am besten über eine Paketsortierung. Und dann bleibt eigentlich nur der Vorgang, den ich schon beschrieben habe.


    Es ist allerdings nicht so umständlich, dass man bei 15 Elementen auch 15 Listen ablegen muss, bitte oben nochmal genau lesen. EINE Listenablage reicht.