Anschluß Stahlstütze an HEA Träger

  • Hallo ,




    Wie bekomme ich diese Verbindung hin ohne das ich nachträglich noch irgend welche Bauteile Einfügen muss :confused_face: Mutter im Bild wurde nachträglich eingefügt )


    Mach ich das ganze als einseitig Begrenzte Verbindung oder als Bohrung Senkrecht auf Seitenfläche , fehlen die Mutter und U-Scheibe !
    Wobei es die U-Scheiben für den Stahlbau sowieso nicht im Bauteilkatalog gibt !



    Probiere ich das ganze als Durchgehend mit Richtung ,
    wird mir der HEA Träger ganz durch gebohrt , da ich die Endringtiefe nicht einstellen kann .


    Ich kann zwar denn Verbindungsmittel Überstand mit einem Negativen Wert eingeben , die Mutter wird dann aber trotzdem auf der Oberseite des Hauptträgers erzeugt .

  • Genau das habe ich mich auch schon mal gefragt :roll:


    Ich hab' das bis jetzt immer mit eigens dafür erstellten Beschlägen gemacht... diese hatten die Bohrungen dabei und die Materialliste passt auch wieder


    Wenn's aber eine einfache Lösung gibt... würde ich mich anschließen

    • Offizieller Beitrag

    Hier ist nichts halb programmiert. Manche Dinge sind wie sie sind und haben ihre technischen Hintergründe. Dass manchmal ein Anwender andere Vorstellungen hat ist ganz normal und ändert aber nichts an den Dingen. Das dann gleich als Fehler oder als halb programmiert zu bezeichnen kann man natürlich auch machen, ist aber wenig hilfreich und ändert auch nichts.


    Speziell dieser Punkt hier lässt sich nicht einfach ändern, da das eine prinzipielle Regel innerhalb des Programms umwerfen würde. Das zu ändern ist keine Kleinigkeit.

    Viele Grüße,
    Joachim Neumann (Dietrich's AG) :smiling_face_with_sunglasses:
    Software für den Holzbau, Abbund, Holzrahmenbau, Blockbau, Ingenieurholzbau und für die Fertighausindustrie


    if (ahnung == 0) { search "Forum"; read Blog; } else { use brain; make post; }

  • Ich verstehe, dass das keine Kleinigkeit ist... und wahrscheinlich auch nahezu unmöglich ist das zu ändern


    Aber meine Lösung ist dennoch ziemlich aufwendig... und leider ist es so, dass der Stahlbau immer mehr wird (und hier spreche ich vom Stahlbau, welchen der Zimmermann/Konstrukteur mitmachen muss)



    Wenn ich jetzt ganz ehrlich bin... wüsste ich auch gar nicht ob sich so ein Anschluss über ein Kombielement machen lässt...


    Wahrscheinlich müsste man die Kopfplatte, der Stütze, als Abfragekörper verwenden... und dann... Florian, was sagst du dazu :question_mark: :lol:
    Ich glaub', ich muss wieder auf Schulung nach Neubiberg :wink:

  • Grundsätzlich ist auch in diesem Bereich natürlich eine ganze Menge über Kombielemente machbar. Je nachdem wie flexibel das sein muss werden diese Lösungen natürlich sehr komplex und brauchen ihre Zeit, erstellt zu werden.
    Wenn nicht allzuviele Anschlusssituationen abgedeckt werden müssen, könnte hier mit Bibliothekselementen gearbeitet werden, die die Bohrungen mit fester Tiefe als Bearbeitungen Typ4 mit sich bringen.
    Etwas flexibler wäre der Einsatz von begrenzten Bohrungen als Punktsymbole über ein Kombielement. In dieser Lösung steckt natürlich dementsprechend mehr Arbeit beim Schreiben.
    Die Platzierung eines entsprechenden Kombielementes könnte durchaus im DICAM stattfinden. Über Abfrage von drei Punkten könnte man das Einfügekoordinatensystem entsprechend bestimmen und die Platzierung von Bibliothekselementen und/oder Punktsymbolen gestaltet sich einfacher.
    Ganz generell bleibt natürlich der entscheidende Punkt das Abschätzen der möglichen Zeitersparnis und des Aufwandes zur Erstellung eines Kombielementes. Dafür würde ich einen "kleinen" Test empfehlen mit einer rechteckigen Platte mit einer Bohrung inklusive Gewindestange, Mutter und Scheibe. Dabei sollte sich abzeichnen, wie groß der zeitliche Aufwand zirka sein könnte.

    Grüße aus Neubiberg,


    Florian Strauß - Dietrich's AG


    3D-CAD/CAM-Software für den Holzbau, Abbund, Holzrahmenbau, Blockbau und Ingenieurholzbau

  • Zitat von benjamin_gretsch

    Ich glaube, dass wir dann 2 Tage Schulung brauchen, in Neubiberg :lol:



    Aber mal ganz ehrlich... das sieht jetzt tragischer aus als es in Wirklichkeit ist :wink:



    Tragisch ist das nicht , nur halt recht Zeitaufwendig !


    in Dem Knotenpunkt Stecken 36 Bolzen , also 72 Bohrlöcher !


    Und das ist ja nur einer von mehreren , die ich dann auch noch nur Teilweise durch Kopieren oder Spiegeln Abdecken konnte !


    Ich war heute wirklich schon am Überlegen ob ich Bei Hundegger mal wegen einer Maschine für denn Stahlbau Anfrage ! :grinning_squinting_face:

  • Zitat von BEAR

    Tragisch ist das nicht , nur halt recht Zeitaufwendig !


    Nein... das ist mir schon klar... war ja auch nicht ernst gemeint


    Ich weiß schon, was da dahintersteckt... ich kenne das nur zu gut



    Zitat von BEAR

    Ich war heute wirklich schon am Überlegen ob ich Bei Hundegger mal wegen einer Maschine für denn Stahlbau Anfrage ! :grinning_squinting_face:


    Gut... das ändert aber nichts daran, dass du die Bohrungen ja trotzdem eingeben musst :wink:

  • wieso macht ihr das so kompliziert?


    Man kann doch die Stahlträger im PlanCAD ablegen und da wo eine Bohrung hin kommt einfach Punkt setzten. Der Schlosser braucht von euch dann nur brauchbare Pläne und keine 3D Projekte mit samt allen Schrauben Muttern und Beilagscheiben.

  • Zitat von Konsti

    wieso macht ihr das so kompliziert?


    Das ist nicht kompliziert... ich behaupte mal, dass das ganz 'normal' ist :wink:



    Zitat von Konsti

    Man kann doch die Stahlträger im PlanCAD ablegen und da wo eine Bohrung hin kommt einfach Punkt setzten. Der Schlosser braucht von euch dann nur brauchbare Pläne und keine 3D Projekte mit samt allen Schrauben Muttern und Beilagscheiben.


    Vergiss das mit den Punkte setzen!
    Die Bohrungen, mit den dazugehörigen Schrauben, Muttern und Beilagen MÜSSEN ins Modell rein... bei jedem Plan, für jedes Detail von solchen komplexen Anschlüssen kann ich mir die Schrauben darstellen und auch entsprechend beschriften lassen... was wiederum bedeutet: ÜBERSICHTLICHKEIT am Plan



    Hast du den Anschluss von Rainer gesehen :question_mark:
    Da ist nicht mehr viel mit 'Punkte setzen' im Planprogramm... da wirst du nämlich ganz 'wuschi', 'wuschi'... und du hast überhaupt keine Übersicht mehr
    Noch dazu möchte ich mir gar nicht ausmalen, wie lange ich dann für die Pläne brauche :roll:




    Außerdem bekommt der Stahlbauer von mir eine *.sat Datei (also ein 3D Modell der Bauteile)... welche er dann DIREKT in seine CNC-Maschine übernehmen und bearbeiten lassen kann... und da haben irgendwelche Punkte aus der Hilfsgeometrie nichts mehr verloren


    Außerdem... wenn ich Punkte setzen muss... dann kann ich gleich bohren :wink:

  • Ist alles nur eine Ansichtssache. Für die ist das ein MUSS für mich ist das eine reine Zeitverschwendung. Heißt aber nicht dass du oder ich dabei richtig oder falsch haben. Ich hab das Glück, dass ich bis jetzt von solchen Konstruktionen recht verschont geblieben bin. Aber selbst bei mir kommen trotzdem ab und zu ein paar Eisenträger vor. Und bis ich da die einzelne Bohrungen eingebe, mit denen ich sowie so nicht gerne arbeite weil mir das einfach alles zu kompliziert ist, da bin ich viel schneller wenn ich entweder einfach kurz aufschreibe wo es hin kommt oder so wie ich schon oben geschrieben habe ich setze nur Punkte wo die Bohrung hin musst. Fertisch :smiling_face: Und sag mal so, selbst wenn ich jetzt sowas machen müsste wie der Rainer, würde ich trotzdem mit Punkten machen :smiling_face: Der einzige Punkt an dem ich dir Recht geben kann, dass man die Bohrungen wirklich als Bohrungen ausführt, ist nur dann wenn der Schlosser tatsächlich mit einer CNC Anlage arbeitet und die Träger maschinell fertigt. Aber ich glaube nicht, dass wenn du zu demselben Schlosser nur mit einer CAD-Zeichnung kommst dass er dir das nicht machen würde. Für ihn ist das natürlich schön wenn du das schon digital machst, aber ob das dann wirklich Wirtschaftlich gesehen sinnvoll ist weiß ich auch nicht.

  • So... kurz mal einen 'Crashkurs' zu den Bohrungen :grinning_squinting_face:


    Ob ICH mit meiner Vorgehensweise Recht habe, oder DU mit deiner, lassen wir jetzt einfach einmal dahingestellt... das können wir sowieso nicht ausdiskutieren :wink:


    Der Stahlbauer würde mir den Träger auf jeden Fall fertigen und liefern... egal welche Datei er bekommt
    Es ist nur so, dass es für mich viel weniger Aufwand ist... dem Stahlbauer eine *.sat Datei zu senden... als wenn ich Tagelang bei den Plänen dabeisitze
    Diese *.sat Datei erfordert natürlich ein gewisses Maß an Disziplin bei der Eingabe... zumal ja die Teile 1 zu 1 in die CNC vom Stahlbauer übernommen werden... soweit ich weiß, muss dieser lediglich die Ansenkbohrungen (für die Senkkopfschrauben) anpassen


    Klar... das Ganze kann man jetzt natürlich wieder umlegen auf die Zeit, welche ich brauche bis ich die Bohrungen eingegeben habe... so fair muss man sein :exclamation_mark:


    Natürlich ist das eine persönliche Ansichtssache... meine Tendenz geht einfach dorthin:
    Alles was notwendig, sinnvoll, möglich und eine Arbeitserleichterung, sei es in der Produktion als auch auf der Baustelle, darstellt... gebe ich im Programm ein... und wenn es teilweise nur Bohrungen sind, welche am BSH Träger 20mm tief angesenkt werden (wo dann später die Vollgewindeschraube reinkommen)... auch das wird eingegeben
    Weil es einfach eine immense Zeitersparnis und Arbeitserleichterung in der Produktion bedeutet --- z.B. bei Auflagerverstärkungen mit 75 Stk. Vollgewindeschrauben pro Auflager


    Und... "ich bin mir keiner Schuld bewusst" :lol: :lol:



    Nein, im Großen und Ganzen muss es einfach jeder für sich selbst entscheiden... aber glaub' mir:
    Wenn du solche Objektbauten abwickeln musst... und über das ganze Jahr solche Stahlknotenpunkte lösen musst... dann bist du ganz schnell dabei, die Bohrungen und VBM im Modell einzugeben :wink:


    Ich sage nur:
    Der Architekt oder der Statiker ruft an... und erwähnt das Wort 'Änderung'... da stellen sich bei mir schon die ersten Haare zu Berge :twisted:


    Nun kann ich - mit meiner Vorgehensweise - aber noch einigermaßen schnell reagieren... habe ich Beschläge, welche verschoben werden müssen... dann werden an diese Teile die Bearbeitungen angehängt und dann erst verschoben
    Anschließend noch neuberechnen... und 90% sind dann mal geschafft.
    Klar... so einfach ist es nicht immer... aber ich kann auf solche Dinge einfach schneller und flexibler reagieren... als wenn ich z.B. die Punkte im PlanCAD neu positionieren muss... und dann habe ich wieder eine ganze Lawine an Plänen