Kehlpunkt verschieben

  • Guten morgen Leute!


    Habe ein Problem mit dem beigefügten Projekt. Die dargestellte Dachausmittlung ist auf den ursprünglichen Entwurf angepasst, also exakt auf die Wandführung des beigefügten Entwurfausschnittes. Der Bauherr möchte allerdings die Außenwände in dem betroffenen Bereich verschnitten haben. Somit "läuft" die Kehle nun logischerweise nicht auf den Schnittpunkt der Außenwände aus, sondern daneben (siehe Bilddatei). Meine Frage wäre nun, wie man hier zu einer guten Lösung kommen kann, so dass die Kehle an diesem neuen Punkt "ausläuft". An welchen Stellschrauben müsste man hier drehen, um eine praktikable optisch gut aussehende Lösung zu erzielen?


    Auf Lösungsvorschläge eurerseits würde ich mich sehr freuen!

    • Offizieller Beitrag

    Den Verlauf der Kehle zu ändern, geht am einfachsten mit einer Dachneigungsänderung. Du könntest die Traufe des Giebeldaches in Richtung Mauerecke verschieben, und damit die Neigung etwas flacher machen, also eigentlich die Dachfläche um die Firstlinie so weit auseinanderklappen, bis die Kehle in die Mauerecke trifft. Das musst Du nicht ausprobieren, sondern kannst das genau messen. Erzeuge einen Lotpunkt, der die Mauerecke auf die lange Traufe projiziert. Dieser Punkt sitzt genau dort, wo die Kehle hinlaufen soll. Dann messe in Dicam oder im Schrägbild der Dachausmittlung mit "Punkt-Linie" den Abstand zum rechten First. Die Neigung, die Du dann ablesen kannst, ist Deine neue Neigung für das Giebeldach.



    Alternativ kannst Du auch das rechte Dach insgesamt anheben, oder das linke Dach absenken, dann verschiebt sich die Kehle parallel zum bisherigen Verlauf, und Du bekommst unterschiedliche Firsthöhen.


    Alternativ kannst Du auch das lange Dach steiler machen, bei gleicher Firsthöhe, dann wandert die Kehle ebenso wie im Bild gezeigt, nur dass der Anfallspunkt etwas tiefer liegt.


    Was Du ändern darfst, kann man von außen nicht beurteilen, aber Möglichkeiten gibt es genug.

    • Offizieller Beitrag

    Meine Betrachtung galt nur den beiden Dachflächen, die die Kehle bilden. Ich war davon ausgegangen, dass beide Dächer die selbe Firsthöhe haben. Das sieht im letzten Bild anders aus. Die kleinen Versprünge und Verfallgrate muss man natürlich vermeiden, und alle Dachneigungen, Trauf- und Firsthöhen so wählen, dass die Ausmittlung sauber bleibt.