Verkehrslasten

  • Die ist in der Norm nicht vorgesehen und muss daher auch nicht angesetzt werden.
    Lediglich Personen-Einzellasten sind zu berücksichtigen. Die aber vor allem um sicher zu stellen, dass der Dachdecker nicht durch die Dachlatten fällt. Für unsere Betrachtung hat das keine Bedeutung.


    Wird in der DC-Statik eine Dachneigung von <= 5° eingegeben, können Verkehrsasten eingegeben werden, weil man so ein Flachdach als Terasse oder sonst etwas nutzen könnte.

  • Ganz einfach, daß man 1,0kN/m² als Verkehrslast ansetzen muß. Wobei wenn der Schnee höher ist kann man die Verkehrslast vernachlässigen.


    Ich muß mir mal diese Norm (ÖNorm EN 1991-1-1) organisieren und genau studieren. So genau kennt sich da noch keiner aus, finde ich.

    Wenn das die Lösung ist, dann will ich das Problem wieder haben!!

  • Hallo Linus
    ist den nicht in östereich immer höhere schneelast als die von dir angegebene :question_mark:
    daher kann das vernachläsigt werden

    ä so is!
    is ä so?
    äs ischt ä so.


    Mit freundlichen Grüssen DRE

  • Hallo Audi


    Es gibt einige wenige Orte wo die Schneelast unter 1,00 kN beträgt. Und ich bin mir auch nicht sicher ob das so stimmt mit dem vernachlässigen. Lasse mich da gerne aufklären.

    Wenn das die Lösung ist, dann will ich das Problem wieder haben!!

  • Hallo Linuns,
    Du hast (in gewisser Weise) recht:
    ÖNORM EN 1991-1-1 (EC 1 Teil 1-1) gibt in Tab. 6.10 Nutzlasten auf Dachkonstruktionen (Nicht zugängliche Dächer außer für übliche Unterhaltungs- und Instandsetzungmaßnahen) an. Für Flächenlasten darf ein Wert zwischen 0,0 und 1.0 kN/m² gewählt werden. Empfohlen wird 0,4 kN/m² (bezogen auf die Projektionsfl. des Dachs). Uns ist nicht bekannt, dass es einen nationalen Anhang zu dieser Norm gibt, es gibt also nichts anderes / genaueres für Österreich.
    Von einen Kriterium mit Schneelasten habe ich da nichts gefunden.


    Also: Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, trage diese Last als Zusatzlast (Verkehrslast) mit der Lastrichtung Global in Z ein.

  • Danke für die Info.
    Wenn ich das jetzt aber als Zusatzlast eingebe, welche Gebäudekategorie wähle ich?

    Wenn das die Lösung ist, dann will ich das Problem wieder haben!!

  • Bei der Verkehrslast auf Dächern ist von kurzzeitiger Beanspruchung auszugehen (KLED = kurz). Ebenso ist davon auszugehen dass die Kombinationsbeiwerte gering anzusetzen sind, da ein gemeinsames Auftreten mit anderen Einwirkungen (Schnee) unwahrscheinlich ist.
    Meine Empfehlung daher: GKAT = ZA

  • Ich habe jetzt auch eine Statik in der Hand dort steht ..........


    Sparren:
    Dacheindeckung g1 = 0.55 KN/m² Dfl
    Konstruktion g2 = 0,15 KN/m² Dfl
    Dachausbau g3 = 0,30 KN/m² Dfl
    Mannlast Sparren P = 1,00 KN nach DIN 1055-3, 6.2 EWGrp: 8

  • Diese Mannlast ist nur für den "Nachweis der örtlichen Mindesttragfähigkeit" erforderlich. Wir betrachten den Sparren als ganzes System. Da ist die örtliche Mindesttragfähigkeit nicht relevant.
    Die selbe Annahme treffen wir auch bei anderen Verkehrslasten. Auch dort ist jeweils eine Einzellast angegeben, die aber nur für das Durchstanzen relevant ist, wenn man z. B. Dach- oder Deckenaufbauten auf ihre lokale Tragfähigkeit untersucht.

  • Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, können Sie diese Lasten natürlich als Zusatzlasten eingeben, wir haben uns aber versichert, dass das nicht nötig ist.