Bei Lagen handelt es sich um den räumlichen Schichtaufbau in einer Wand, einer Dachfläche oder einem Deckenfeld. Die Lagengrenzen sind geometrisch genau festgelegt. In diesem Sinn ist z. B. von einer Sparrenlage, einer Schalungslage, einer Balkenlage die Rede. Die Lagen sollen die Materialeingabe erleichtern, etwa durch automatische Bauteilbegrenzung an den Lagenkanten oder durch schnellere Bauteilzuordnung in der Lagendicke.
In den Modellbereichen Decke und Dach lassen sich die Lagen in der Konstruktion einzeln als Lagenplatte erzeugen und - mit einer passenden Textur versehen - auch im Open GL entsprechend visualisieren. Bei Wänden gibt es diese Möglichkeit nicht, hier ist nur der ganze Wandkörper ein- und ausschaltbar. Die Lagenkonturen einer Wand und eines Deckenfeldes können aber in der Wand- und Deckenkonstruktion einzeln dargestellt und auch verformt werden.
Der Modellbereich Deckenkonstruktion bietet folgende drei Möglichkeiten: hier lassen sich sowohl die einzelne Lagenkonturen verformen und durch eine Lagenplatte visualisieren als auch bei einer Planablage einzeln mit darstellen.
Ebenen dienen im Programm der organisatorischen Zuordnung von Bauteilen, unabhängig von deren räumlichen Position. Bei Eingabe in den Modellbereichen Dach, Wand, Decke werden alle Bauteile automatisch der Ebenennummer zugeordnet, die der Lage entspricht, in welcher sie eingebaut werden. Sparren der Lage 0 gehören somit zur Ebene 0, Schalung aus der Lage -1 gehört dann zur Ebene -1, eine Kehlbohle auf dieser Schalung gehört dann zu Ebene -2, etc. Für Wand- und Deckenbauteile gilt dem entsprechend das selbe. So können im Plan das Ständerwerk aus der Lage 0 und die Beplankung aus der Lage -1 in einer Zeichnung oder in getrennten Zeichnungen abgelegt werden, sofern sie zu verschiedenen Ebenen gehören.
Im DICAM gibt es [unter (6-5) > MOS > Ebene] die Möglichkeit Bauteile in bestimmten Ebenen zusammenzufassen, unabhängig von deren Position in einzelnen Lagen. Im HRB-Editor ist diese lagenübergreifende Zuordnung des Materials durch Bezugsebenen oft Grundvoraussetzung für eine Belegung bei mehrlagigen Wandaufbauten.