Beiträge von Kurt.Fortner

    Leistungswettbewerb auf Kammerebene 2010


    Am 13. September 2010 fand, auf Kammerebene, der Leistungswettbewerb 2010 für das Zimmerer-Handwerk in den Werkräumen der Bau-Innung München statt. Aus dem Regierungsbezirk Oberbayern waren 6 Innungssieger der Gesellenprüfung 2010 zu diesem Wettbewerb angetreten.


    Das Motiv für die Wettbewerbsaufgabe waren zwei, unter einem Winkel von 130°, aneinander stoßende Pultdächer mit ungleich geneigten Dachflächen. Der Kehlsparren musste im Grundriss so verlegt werden, dass beidseitig des Kehlsparrens eine gleiche Auskehlungstiefe entstand. Der waagrecht liegende Kehlwechsel wurde stumpf an den Kehl- und Normalsparren angeschlossen. Am schrägen Ortgang war der Schrägsparren im Lot liegend angeordnet und an seiner Oberseite abgegratet.


    Die Wettbewerbsteilnehmer mussten die notwendigen Profile, den Grundriss, sowie die Austragungen auf dem Reißboden im Maßstab 1:1 aufreißen. Im Anschluss wurden die Hölzer angerissen, ausgearbeitet und über dem Grundriss aufgerichtet. Die Zeitvorgabe für die gesamte Wettbewerbsaufgabe betrug 360 Minuten.

    Im Anhang befindet sich die Aufgabenstellung der Wettbewerbsaufgabe. Die ebenfalls beigefügten Abbundzeichnungen habe ich mit dem Zeichenprogramm PlanCad-L erstellt.




    Hebertshausen, den 20. September 2010
    Kurt Fortner Fachlehrer a. D.

    Internationaler Berufswettkampf der Zimmerer in Niederösterreich


    Am 21. Mai 2010 fand, an der Landesberufsschule in Pöchlarn, der internationale Berufswettkampf der Zimmerer statt. Neben den niederöstereichischen Gastgebern nahmen auch noch je zwei Gastteilnehmer aus Bayern und Thüringen sowie ein Ungar teil.


    Die Wettbewerbsaufgabe bestand aus dem Abbund eines Gratsparrenmodells bei ungleicher Dachneigung, mit je einem Hauptdach- und einem Walmschifter, welcher mit einer Klaue am Gratsparren anzuschließen war. Die ungleich hoch liegenden Fußpfetten und die Ermittlung des überschnittenen Traufenabschnitts auf der Walmseite erwiesen sich dabei als zusätzliche Schwierigkeit.


    Allerdings entsprach die Schwierigkeitsstufe der Wettbewerbsaufgabe durchwegs dem Leistungsvermögen der Wettbewerbsteilnehmer, was sich auch durch die dichte Folge der Einzelergebnisse bestätigte. Die Beurteilung der Werkstücke erfolgte dabei durch einen fünfköpfigen Bewertungsausschuss, der aus drei niederösterreichischen Zimmermeistern, sowie den Gastbetreuern ZM Axel Möller aus Thüringen und mir selbst bestand. Die bundesdeutschen Teilnehmer konnten übrigens mit Ihrer Leistung, Thüringen Platz 1 und 4, Bayern Platz 2 und 3, sehr zufrieden sein.


    Die anschließende Siegerehrung, welche in der Aula der LBS in Pöchlarn stattfand und vom niederösterreichischen Landesinnungsmeister Herrn Kommerzienrat J. Daxelberger, der Vizebürgermeisterin von Pöchlarn Frau R. Scheichelbauer-Schuster und dem Vertreter der niederösterreichischen Wirtschaftskammer Herrn Magister O. Weldy vorgenommen wurde, erhielt jeder Teilnehmer eine Urkunde und ein Geschenk in Form von Werkzeugen bzw. Kleinmaschinen die von regionalen Firmen gespendet waren.


    Nach einem gemeinsamen Festessen, welches in der Küche des Internats vorbereitet worden war, klang die Feier aus.


    Hebertshausen, den 17. September 2010
    Kurt Fortner Fachlehrer a. D.

    Im folgenden Beitrag sollen die Erkenntnisse aus dem vorausgegangenen 1. Teil der Dachausmittlung angewendet und somit vertieft werden. Zweckmäßigerweise kann auch hier die Verlaufsplanung, allerdings in modifizierter Form, weiterhin verwendet werden, genauso wie die im 1. Teil vorgeschlagenen Layer.



    Hebertshausen, den 13. Februar 2010
    Kurt Fortner Fachlehrer a.D.

    Im Unterricht der Zimmerer an Fach- bzw. Berufsschulen ist oftmals, gerade im Hinblick auf den Lehrplan, der Einsatz eines Zeichenprogramms denkbar, ja sogar von Vorteil gegenüber der altherkömmlichen „Handzeichnung“ auf der Zeichenplatte.


    Dadurch, dass eine exakte Längen- und Winkeleingabe möglich ist und Linien punktgenau gefangen werden können, ist eine wesentlich höhere Genauigkeit der Zeichnung zu erwarten. Durch die Möglichkeit Linienart bzw. Linienbreite einstellen zu können und den Aufbau der Zeichnung, mittels verschiedener Layer, zu gliedern, kann die Zeichnung jederzeit sehr übersichtlich gestaltet werden. Auch bei nachträglich notwendigen Änderungen wird die Sauberkeit der Zeichnung nicht beeinträchtigt. Schüler, die auf Grund ihrer, beruflich bedingten, „schweren Hand“ dem Zeichnen eher ablehnend gegenüber stehen, können durchaus neu motiviert werden.
    Nicht zuletzt sei noch erwähnt, dass im Unterricht an den Meister- bzw. Fachschulen im Zimmererhandwerk der Einsatz eines CAD-Programms längst zur Selbstverständlichkeit geworden ist, was sich auch bei den Prüfungsaufgaben in der Meisterprüfung entsprechend ausdrückt.


    Gewichtige Gründe sprechen also für den Einsatz eines Zeichenprogramms im Unterricht, was spricht eventuell dagegen:


    Wie beim Zeichnen auf dem Reißbrett bzw. der Zeichenplatte ist selbstverständlich auch beim Zeichnen mit einem CAD-Programm ein Einüben der geometrischen Erkenntnisse, zusätzlich aber auch noch die Handhabung des Zeichenprogramms, unabdingbar. Dazu ist es notwendig, dass die Schüler einen PC besitzen, vermutlich wird dies in vielen Fällen so sein. Anders verhält es sich jedoch beim Zeichenprogramm. Die Berufsschüler werden wohl nicht bereit sein, sich eines der relativ teuren CAD-Programme anzuschaffen. Das hierbei eine Raubkopie bzw. ein illegal beschafftes Programm keine Lösung ist, ist wohl selbstverständlich.


    Dennoch gibt es bei diesem Problem einen eleganten Ausweg: Jeder Schüler, natürlich auch Lehrer oder Ausbilder, kann sich kostenlos und legal das von der Firma Dietrichs zur Verfügung gestellte Zeichenprogramm PlanCad-L in der jeweils neuesten Version herunterladen und erhält damit ein komfortables Werkzeug mit dem er sehr gut arbeiten kann.



    Hebertshausen, den 11. Februar 2010
    Kurt Fortner Fachlehrer a.D.