Hallo Andi,
der berechnete Einheitspreis berechnet sich aus dem Gesamtpreis aller enthaltenen Aufmaßsets (inclusive der darin verwendeten Material und Lohnzuschläge) und dem proz. Zuschlag der unter "Wagnis/ Gewinn" eingetragen wurde. Diese "Selbstkosten incl. Wagnis" für eine Position werden durch die verwendete Menge geteilt. Daraus ergibt sich der "berechnete Einheitspreis".
Dieser Preis stellt, wenn ich in den Aufmaßsets vernünftig kalkuliert habe, ziemlich exakt die Schwelle dar, ab der der von mir verlangte Einheitspreis meine Kosten und mein Risiko abdeckt. Wenn ich längerfristig Leistungen unterhalb dieses Preises anbiete mache ich Verlust.
Das schöne an dem von Dietrich´s berechneten Einheitspreis ist dass er sich aufgrund der Verknüpfungen mit den Aufmaßwerten immer an die konkrete Situation im aktuellen Projekt anpasst. Es wird z.B. nicht die "durchschnittliche" Menge Dämmung pro m² einer Standardkonstruktion in die Rechnung mit einbezogen, sondern die tatsächliche verwendete Materialmenge im Projekt. Für eine Giebelwand mit vielen Fenstern ergibt sich also aufgrund des aufwändigeren Holzkonstruktion ein anderer Quadratmeterpreis als bei einer Standardwand ohne Fenster.
Welchen Preis ich dem Kunden am Ende in Rechnung stelle ist mir freigestellt. Ich habe aber eine genaue Kontrolle, ob ich mit dem verwendeten Einheitspreis tatsächlich Gewinn mache oder ob sich der Auftrag vielleicht doch nicht lohnt.